Mittwoch, 19. November 2014

#blogst14 und Hamburg

Ehrlich gesagt kommt es mir so vor, als wäre ich am dritten Tag nach der Blogst-Konferenz schon reichlich spät dran mit meinen Eindrücken. Die bereits veröffentlichten Postings sind umfangreich und informativ, zudem gab es unter #blogst14 währenddessen die Rundum-Instagram-und-Twitter-Bespaßung, so dass ich nicht recht weiß, was noch schreiben, das nicht schon längst gesagt wurde.

Also einmal chronologisch und wieder fast ohne Fotos. Großartig. Dabei hatte ich mir letztes Jahr geschworen, dass es da einen Aufwärtstrend geben würde.

Anreise war am Freitag Morgen. Erstaunlich, wie viele (mir fremde) Menschen übrigens um diese Tageszeit in öffentlichen Verkehrsmitteln schon die Lampe anhaben. Direkt am Hamburger Hauptbahnhof dann vorbefreute Verabredung plus Mittagessen mit einer meiner liebsten Bloggerinnen in Personalunion mit famoser Person. Wohltuend war das. Es gibt solche Menschen, die kennt man weder lange noch in allen Lebenslagen und doch, sie wohnen in einem Zimmer im Herzen.

Landungsbrücken mit falscher Kameraeinstellung, aber trotzdem feiner Ausbeute

Das selbstgesuchte Übernachtungshotel in Stellingen (nicht der Veranstaltungsort) war praktisch und sehr grün angemalt. Erwähnt sei aber die wundervolle Gesa, die das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich mit mir und meiner Dreifachsteckdose für den Kommunikations-Fuhrpark ein Zimmer zu teilen - und mir noch einen Tacken mehr ans Herz gewachsen ist als ohnehin schon. Nerven aus Draht und ein Herz aus Gold.

Am Freitag Abend waren wir erst an den Landungsbrücken (da seufzt mein Herz), dann in etwas kleinerer und überaus harmonischer Runde im Schanzenviertel und später beim Blogst-Vorglühen im Hotel Lindner, in dem ein Großteil der Bloggerinnen auch übernachtete. Es war fein, viele liebe Menschen wiederzusehen und mal zu drücken, nett zu plaudern bzw. gegen den allgemeinen Plauderpegel anzuplaudern, und vorfreudig auf den nächsten Tag, aber platt wie Salat in die Heia zu fallen.


Nun zur Konferenz:
Es gab viel Input. Die Themen waren vielseitig zusammengestellt, die Abläufe reibungslos, die Orga perfekt. Wie Ricarda und Clara es auch am Anfang formulierten: Die Blogst ist erwachsen geworden.

Zwei Vorträge haben mich nachhaltig beeindruckt. Am Samstag war das Mel von GourmetGuerilla mit ihren Anregungen zum korrekten Ablauf von Kooperationen respektive dem professionetten (Ver)Handeln. Ich selbst bin dahingehend eher unerfahren und sträube mich auch. Vermutlich aus dem Gefühl, das Bloggen so wie bisher als Wohlfühlnische betrachten zu wollen und über den Upcycling-Dienstag hinaus verpflichtungsfrei zu belassen. Wer Kooperationen eingeht, tut das ja letztlich auch auf der Basis von "hard facts" wie Klickzahlen und folgerichtig deren Stabilität, sonst hält man indirekt (oder sehe ich das falsch?) seinen Teil des Deals nicht hoch. Aber unter Druck werde ich, anders als manch anderer, unwillig und gaaanz laaaangsam. Müde, unlustig, uninspiriert, all das. Freunde von mir sind z.B. unter Termindruck sensationell gut. Ich könnte dann heulen, sonst nicht viel.

Mel jedenfalls beschrieb in einer Präsentation, die alles hatte von Struktur über Wissen über Kurzweiligkeit - auch für Unerfahrene verständlich -, an welche Grundregeln man sich halten sollte in Zusammenarbeit mit egal wem. Viel davon greift auch im wahren Leben, z.B. dass der Ton die Musik macht, gute Manieren das A und O sind oder auch, dass man beispielsweise die Details eines Deals lieber für sich behalten sollte. Auch eventuelles Wissen über andererleuts Kooperationen sind mit Diskretion zu behandeln und sollten mitnichten herausposaunt als eigene Verhandlungsgrundlage dienen.

Tweets zu @gourmetguerilla
Auszug aus meinem Twitterschaffen

Samstag Abend war Party, das ist nicht meins. Genau so wenig wie Bilder in der Photobooth, auch wenn es bestimmt lustig wäre, so im Nachhinein. Aber ich hab da irgendwie eine Ladehemmung oder bin nicht vergnügt genug oder was auch immer. Also, es haben manche begeistert getanzt, andere eher mit gebremstem Charme, aber das ist sicher lobenswerter als wie ich deplatziert am Rand zu stehen. Früher war nicht nur mehr Alufäden am Weihnachtsbaum.

Am Sonntag Vormittag habe ich zuerst kapiert, dass Pinterest sich nicht nur für den Upcycling-Dienstag bezahlt macht, sondern auch für den Blog an sich. Mein Zweit-Account heißt also ab sofort nicht mehr zepideh, sondern werkeltagebuch, und wird in hoffentlich absehbarer Zukunft meine Bloginhalte wiedergeben. Das dauert allerdings, denn es sind fast 4 Jahre und ich war nicht immer so krea-tief wie heutzutage. 
Bekehrend wirkte übrigens AnnavonDawanda, die seit Sommer AnnavonPinterest ist und deren Vortrag, wenn man von den ungeklärten Urheberrechtsfragen absieht, für die sie nichts kann, mich deutlich motiviert hat. Wobei man sich schon fragt, wieso genau diese Belange immer noch offen sind, denn neu sind sie nicht.

Anna von BerlinMitteMom, eine überaus angenehme Person mit einer guten Balance aus gesundem Menschenverstand, Intellekt und Herz, erzählte uns im Anschluss über das Selbstbewußtsein bzw. "Mehr Mut beim Bloggen" und hatte Beispiele aus ihrer Laufbahn als "Mamabloggerin" (was für ein Wort) im petto, die verdeutlichen konnten, dass es keine höhere Instanz gibt, die bestimmt, wer oder was relevant sei oder nicht.

Tweets zu @berlinmittemom
Noch ein Auszug aus meinem Twitterschaffen

Für mich war die Konferenz dann leider schon zuende, aber die vielen Beiträge, die Ihr auf der Blogst-Seite finden könnt *klick* geben wieder, wie der 2. Konferenztag weiterging und überhaupt alles, was hier nicht zusammengefaßt wird.


Übrigens habe ich bei 2 Instagram-Gewinnspielen der Sponsoren mitgemacht und beide Male was gewonnen, ist das cool?

Auf die Frage von roomido "Was ist Design?" sollte man sich im Hotel umsehen und etwas ablichten, das die Antwort darauf sein könnte. Mein Bild ist dies (Kronleuchter von unten, am Rechner hätte ich die Dinger oben und unten weggemogelt, aber am Handy ging das nicht).

Meine Antwort auf die Frage von @roomido

Für Maisons du monde galt es, den von ihnen aufgebauten Candytable fein zu knipsen, meine mit bescheidenen Mitteln erstellte Collage (die übrigens diese unglaublichen lüla Cake Pops zeigt, die mit so einer schmandtigen Masse plus einem Hauch Mohn gefüllt waren und mich in meine Träume begleiten) ...

Candytable von Maisons Du Monde

... hat den dritten Platz belegt. Dafür gibt es ein Geschenk zusätzlich zu den vielen Leckereien, durch die ich mich im Laufe der Konferenz ohnehin schon gefräst hatte.

Seid also herzlich gegrüßt von Nina, genießt eine schöne restliche Woche. Und wer übrig hat, bitte schickt mir etwas Adventsstimmung oder Weihnachtselan oder wovon Ihr alle so viel zu haben scheint, dass mir ganz flau wird. Ich brauch das auch, bitte.

P.S.: Mein Freundebuch ist verschwunden. Hat es zufällig jemand gefunden? So schade ...

Die gesammelten Sponsoren findet Ihr hier, wie immer ermöglicht die Zusammenarbeit mit den Unternehmen diverse Privilegien wie Goodiebags, moderates Ticketpreisniveau und diverse Angenehmlichkeiten vor Ort.

Montag, 10. November 2014

Berit sagt das böse Wort und ich muss es ausbaden. 7 Fakten über mich.

Also dann, liebe und wundervolle Berit, nicht halb so stilvoll wird mein Beitrag mit 7 Fakten über mich wie Deiner, aber der gute Wille zählt. Die Opferbereitschaft, möchte man in diesem Kontext fast sagen. Fast :-)

Drei davon habe ich vor einem Dreivierteljahr schonmal bei Instagram preis gegeben, damals wurde ich nach 5 Macken oder Marotten oder so gefragt. Die können hier gut nochmal auftauchen, wer außer mir weiß das sonst noch?

1.
Wäre der kleine Krawallix ein Mädchen geworden, hätte er wahrscheinlich "Helene" geheißen. Im Zuge der Hysterie um eine Populärmusikantin bin ich sehr froh, dass dem nicht so ist.

2.
Im Winter schlafe ich auf einem schwedischen Fellding (mit unmöglichem Namen) unter einer Kuscheldecke und einer Bettdecke. Der Winter dauert etwa ein Dreivierteljahr.

3.
Selbstgespräche. Immer. Mit mir oder nicht anwesenden Personen. Ich hab es schlecht im Griff und vergesse manchmal aufzuhören, wenn ich das Haus verlasse. Aber es hilft, sich auf Unterhaltungen vorzubereiten, die kreisenden Gedanken auch mal laut zu sagen. Und zu hören, wie doof es sich anhört. Um etwas besser zu machen. So sind meine endgültigen Gespräche eigentlich Konservenvarianten, es sei denn, das Gegenüber äußert etwas anderes als gedacht. Also so gut wie immer.

7 Fakten über mich dank Berit von marmeladekisses

4.
Als ich 4 war, habe ich meine Kindergärtnerin (vornübergebeugt, Perlen sortierend) in den Hintern getreten. Sie hatte zuvor im Stuhlkreis mein Bild vom Kleinen Gespenst zerrissen. Es zeigte eine Kiste und die Sonne, das Tagsüber-Szenario sozusagen. Weil ich schon immer schlecht malen konnte. Aber eben dennoch mit Künstlerehre.

5.
Wenn ich andere Leute außer meinen Kindern mit Kosenamen anrede, z.B. "Schätzeken", dann hab ich möglicherweise ihren Namen vergessen und kann nicht nochmal fragen. Weil schon zu oft gefragt oder weil die andere Person so herzlich ist und ich mich schäme. Aber Namen und auch Gesichter sind schwierig.
Nachtrag: Da steht möglicherweise. Menno ;-)

6.
Struktur in meiner Umgebung ist für meine innere Struktur überlebenswichtig. Ich drehe schwer am Rad, wenn es chaotisch, unordentlich oder gar verdreckt ist. Das betrifft aber ausschließlich die heimatlichen Hallen, wie es bei anderen Leuten aussieht, ist mir komplett Hupe. Meine Freundin A. (ja, Du - Bekloppte!) meint nach Jahren noch immer, sie müßte putzen, bevor ich zu Besuch komme. Niemand muss das. Es ist mir egal. Allerdings (Einschränkung) gab es im Laufe der Jahre wohl einmal die Situation, dass es bei jemandem in jedem Zimmer so dreckig war, dass die Nahrungsaufnahme nur mit angehaltenem Atem möglich war. Lieber nichts schmecken, an etwas anders denken, lächeln, schnell satt sein. So höflich bin ich. Liest Du das, A.?

7.
In meiner Jugend liebte ich einen Sänger. Zwar zierte kein Starschnitt die Wände, aber ein kleines hölzernes Rähmchen begleitete mich überall hin. Jahrelang. Seine Musik aus dieser Zeit ist bis heute unerreicht, nie wieder haben Melodien und Texte mich so berührt und begeistert. So ist meine Lieblingsband (deren Vorarbeiter er war) seit 1985 dieselbe. Heute folge ich ihm (und seiner Tochter) auf Instagram. Modern times.

So, aufwachen, das war's!

Ich muss weiternominieren, das tu ich auch, leiden sollt Ihr :-)
Zeigt her Eure Fakten Steffi, Monika, Frau S., Annette, Anneliese, Britta und Frauke. Und Frau BuxSen und Christiane.

Habt nun einen schönen Montag und startet gut in die Woche. Beste Grüße von Nina, die übrigens angefangen hat, auf Kommentare direkt hier im Blog zu antworten.

Dienstag, 4. November 2014

Upcycling - Dienstag November 2014

Hier sammeln wir im November 2014 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for November 2014. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für November könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 11/2014. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Denkt an den Backlink, sonst funktioniert es nicht, hoffentlich tut es das überhaupt, bitte seht mir eventuelle Kinderkrankheiten der Neuerung nach.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

°°°° °°°° °°°° °°°°

Eines der zentralen Themen bei uns sind gerade die Katzen, die in den letzten Monaten zu uns kamen und so drehen sich meine Werkeleien auch in Teilen um Tomte, Mavie und den Plüschmann

Zuerst fehlte ein Katzenkorb und das war viel einfacher umzusetzen als gedacht. Besteht Interesse an einer Anleitung? Wenn ja, dann schreit, ich war mir unsicher, ob oder ob nicht.

Katzenkorb

Der Korb setzt sich zusammen aus Vorhangstoff (Cord), einer alten Restdecke (schwarzer Plüsch, schon katzisch angelullert und darum den Gefährten sehr sympathisch) und Bodenwischtuch für den Stand. Im Unterteil ist ein Kissen eingenäht aus einer ollen Fleecedecke, gefüttert mit Resten aus der Nähstube.

Katzenkorb

Die Größe ist für eine Katze berechnet. Wie man sieht. Notiz an Selbst: Noch einen machen.

Katzenkorb

Die Medikamente von Mensch und Katz sind in diesem Küchenutensilo verstaut, der ist schnell aus alten Jeans gemacht und auch Reststücke kann man dafür gut gebrauchen. Falls sich jemand fragt, die beiden Jungkatzen brauchen dieses Darmsanierungszeug mit den gelben Etiketten, außerdem Globuli und der Plüschmann bekommt mit der Watte die Augenpartie gereinigt. Weißte Bescheid.

Utensilo aus alten Jeans

Die Säume der alten Jeans sind auch noch am Start, hier als Katzenspielzeug an einem Ast aus dem Kinderfundus plus etwas Garn und einem Glöckchen aus der Kramkiste. 

Katzenspielzeug aus Jeanssäumen

Katzenspielzeug aus Jeanssäumen

Der Tomte liegt dabei übrigens auf einem flotten Sofa-Patchworkkissen aus alten Jeans.

Katzenspielzeug aus Jeanssäumen Patchworkkissen

Und mein altes Ohnehin-Schon-Upcycling-Tablett aus Kronkorken und Fahrradschlauch gefiel farblich nicht mehr, also wurde es umlackiert. Upcycling 2.0, sozusagen.

Tablett Upcycling 2.0 aus Kronkorken

Ihr Lieben, verlinkt Euch gerne mit allem, was Ihr habt, ich freu mich und hoffe, Pinterest damit zeitnah betanken zu können. Seid geherzt, habt einen schönen Monat. Alles Liebe von Nina, die natürlich den Creadienstag auch heimsuchen wird, keine Frage.

Dear international readers, in case you exist, this month's upcycling is partly focussed on our cats. An old curtain plus blanket became a cat basket, the seams of some of the jeans used can be repurposed as a cat's toy, the medication for cats and humans are stored in an organizer made from exactly those pairs of jeans and -as you can see under one of our cats in the pictures, there were still enough left for a sofa cushion. Moreover my old upcycling tray changed colour to be to my liking again. Take care and enjoy a lovely November, in case you want to join in, we'd be delighted. Nina


Dienstag, 28. Oktober 2014

Plüschmann, lieber Plüschmann #adoptdontshop

Seht mir bitte nach, wenn dieser Text eher ein bisschen stümperhaft daher kommt, tatsächlich ist meine Eloquenz in Relation zu meinem Gerührtsein gegenläufig, offensichtlich sind die richtigen Worte einfacher zu finden, wenn grüblerisch.

In diesem Beitrag über Tomte und Mavie hatte ich ja erwähnt, dass wir auch die Bekanntschaft eines grimmigen Perserkaters im Tierheim gemacht hatten, bevor die Entscheidung fiel, die beiden überaus aktiven Jungkatzen bei uns wohnen zu lassen.

Dieser missmutig dreinschauende, kleine, struppige Kollege mochte mir jedoch seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Als wir uns damals von den Katzenunterkünften entfernten, schaute er uns hinterher. Ich ging nochmal zurück und er schnurrte durch das Gitter. Das war so anrührend, so als wollte er sagen: "Ich gucke zwar nicht so, aber ich bin eigentlich ganz nett."

Nun waren die Gedanken natürlich erst einmal beim wahren Leben mit Tomte und Mavie, ihrer Krankheit, dem Weg der Besserung. Aber als es aufwärts ging, spukte mir der Grinch-Kater immer wieder durch den Kopf. Da er nie bei den online vorgestellten Tieren des Tierheims war, hatte ich fälschlicherweise angenommen, er hätte bereits ein Zuhause gefunden.

Letzten Sonntag aber tauchte sein Bild doch dort auf. Es hieß, er warte bereits seit mehr als 5 Monaten auf eine Vermittlung. Und bei mir war der Schalter umgelegt, auch wenn rational nicht so richtig viel dafür sprach.

Eine annähernd schlaflose Nacht später stand ich Montag Morgen also auf der Schwelle des Tierheims, ein bisschen ängstlich gar, dass sie vielleicht sagen würden, es wäre keine gute Idee, ihn mit Tomte und Mavie zu kombinieren, wo er doch eher Ruhe braucht.


Aber im Gegenteil, sie freuten sich.

Der Plüschmann (der vorher "Silver" hieß) ist vermutlich ziemlich alt. Er ist allerdings so zahnlos, dass das niemand mit Bestimmtheit sagen kann, darin waren sich 3 Tierärzte des Heimes einig.

Der Plüschmann hat trockene Augen, die nicht ausreichend eigene Tränenflüssigkeit bilden und sich deswegen entzünden. So braucht er 2x täglich künstliche Tränenflüssigkeit, die er sich aber anstandslos verabreichen läßt. Durch die Überzüchtung seines Gesichtes benötigt er überdies eine regelmäßige Reinigung im Augen- und Nasenbereich.

Seine Kralle war entzündet. Nun ist er so fluffig an den Pfötchen, dass ich die Behandlung nicht gut weiterführen konnte, es erschließt sich mir vor lauter Wolle nicht, welche Kralle es war. Er scheint aber beschwerdefrei (hoffen wir es mal).


Wie lange wir Freude an ihm haben werden, weiß man nicht. Der Plüschmann könnte in der zweiten Halbzeit spielen oder schon beim Elfmeterschießen sein. Aber er bekommt viel Zuwendung und Nähe, die er sehr rührend genießt.

Warum er wohl nach gut 5 Monaten nicht zu vermitteln war? Seine Rasse ist vergleichsweise unmodern geworden (anders als z.B. Maine Coon oder Norwegische Waldkatzen), wird scheinbar als nicht schön empfunden und noch dazu ist er eben kein Baby oder Strahlemann. Das war es dann. Mein großer Junge hatte Tränen in den Augen, als er sein Bild im Netz sah und sagte: "Der muss zu uns kommen." Und er versteht, dass wir den Plüschmann begleiten, so lange es eben dauert.


Bei dem Thema bin ich ziemlich nah am Wasser gebaut. Weil ich super stolz bin auf meine Kinder, die begreifen, worum es geht und sich so freuen über diesen ruhigen, alten Struppi. Und ich schreibe das nicht, um gelobt zu werden oder dem Internet zu erzählen, was wir für Gutmenschen sind. Sondern um vielleicht ein paar Gedanken anzuregen, die bei der ein oder anderen dazu führen mögen, sich für ein älteres Tier zu entscheiden, das geht einem im Idealfall (wie z.B. der famose Plüschmann) auch nicht mehr über Tische und Bänke. Ist aber zu viel Zuneigung in der Lage.


Seid lieb gegrüßt von Nina.

Montag, 27. Oktober 2014

Vegane Runde: Flammkuchen "einmal mit alles" und 2 leckere gebackene Sünden

Flammkuchen ist was sehr Feines und so flott gemacht, das perfekte Gericht für mich bisweilen überaus faule Person, die trotzdem Abwechslung auf dem Speiseplan schätzt.

Flammkuchenboden kann man fertig kaufen (da enthält er allerdings gerne Dinge, von denen meine Großmutter nicht gewußt hätte, was sie sind und -von wegen vegan- Milchpulver oder Artverwandte. Eine mögliche Herstellungsweise, die ohne tierische Produkte auskommt, findet Ihr hier *klick*.

Zutaten für den Belag:

Kokosmilch aus der Büchse

Mandel-Nuss-Tofu (eine Packung)
1 mittelgroßer Apfel
1 Portion Gari (eingelegter Ingwer), entweder gekauft oder flott selbstgemacht, muss halt nur eine Woche ziehen.

Erdnussbutter (ungezuckert)
Delifrut-Gewürz
2 EL Rohrohrzucker

(alternativ gezuckerte Erdnussbutter und dann eben weniger Zucker, je nach Geschmack)

Den Teig (ob nun selbstgemacht oder nur selbst ausgerollt) auf Backpapier auf das Backblech legen, mit der Masse, die sich in einer Kokosmilchbüchse ansammelt (also der dicke Prütt, nicht die Suppe, weißte), dünn bestreichen (Teigschaber). Dann Scheiben des Tofus und des Apfels gleichmäßig verteilen und mit Gari-Inseln ausstatten.

Aus der Erdnussbutter, etwas Kokosmasse und im Anschluss auch -milch eine dickflüssige Masse anrühren, gut zuckern und 2-3 Messerspitzen Delifrut untermischen. Auf den Flammkuchen träufeln.

In den auf 200°C (Umluft) vorgeheizten Ofen schieben (Mitte) und zwischen 7-10 Minuten backen (man erkennt an der Bräunung der Ränder, wann es genug ist).


Ich hab das fast das ganze Blech alleine weggefuttert. Das sagt nicht nur etwas über mich, sondern auch darüber, wie lecker der Flammkuchen war.

Gestern gab es einen sehr knietschigen veganen Bananen-Schokoladen-Haselnusskuchen nach einem Rezept aus einem meiner Lieblingsbackbücher, "Vegane Cupcakes, Cakes & Cookies" von Ms. Cupcake. Im Original wird der Kuchen mit Walnüssen zubereitet, die hatten wir nicht griffbereit.


Und das schon lange anvisierte Rezept für Erdnussbutter-Shortbread von meiner Freundin Frau S. kam auch zum Einsatz. Eine absolute Empfehlung!


Beste Grüße von Nina, startet gut in die neue Woche und habt es schön.

Freitag, 24. Oktober 2014

Buchgewinnerin und ein Wohnzimmerkonzert bei nikesherztanzt mit Kristina Jung und Mary Jane Insane

Nike hat am Samstag zum dritten Mal ein Wohnzimmerkonzert veranstaltet. Das Prinzip ist einfach und toll: Man sitzt in Nikes schönem Zuhause und lauscht den Liveklängen von Künstlern, unverblümt und nah. Ohne langes Drumherum hier die Bilder von einem wohltuenden Abend mit lieben Menschen, guter Musik, leckerem Essen und viel zu lachen. Die Buchgewinnerin gibt's danach. 









Dem schließe ich mich an. Dankeschön!

Und außerdem gab es ja noch "Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo zu gewinnen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Biggi, viel Spaß damit. Und Euch allen herzlichen Dank für die wirklich interessanten und vielseitigen Kommentare!

Habt ein schönes Wochenende, seid lieb gegrüßt und bis bald. Nina

Sonntag, 19. Oktober 2014

Buchparty ° Kreativfieber ° Fotowohnsinn

Um es direkt vorweg zu sagen, dies ist ein Werbeposting aus vollem Herzen, weil ich ein großer Fan von Jutta und Maike alias Kreativfieber bin und mich dösig gefreut habe, als die beiden ein Buch zu Fotowerkeleien veröffentlicht haben. Ihren Blog lese ich schon lange und mit Begeisterung, die beiden sind vielseitig und können, das wollen wir mal nicht unter den Tisch fallen lassen, auch noch ganz ausgezeichnet backen. Bei einem Bloggerinnenfrühstück in Münster vor keine-Ahnung-wievielen Monden haben wir uns dann auch in echt kennengelernt und ich mag sie sehr gut leiden.


von links nach rechts: Maike und Jutta :-)
Um dem ganzen dann also noch die Krone aufzusetzen, erreichte mich eine Einladung des Verlages aus Münster und weil das nicht sehr weit weg ist und ich eine sehr nette Familie habe, konnte das Kleine Volk organisiert werden und die Mutter einen schönen Abend in der großen Stadt (oder besser: in der Vorstadt der großen Stadt) und bester Gesellschaft verbringen.

Jutta und Maike haben uns also erzählt, wie sie das "Unternehmen Buch" gewuppt haben, das war interessant und lustig, beispielsweise haben die beiden die Disziplin des Fleece-Decken-Yoga für sich perfektioniert, um beim Ablichten reflektierender Motive nicht selbst mit auf dem Bild zu erscheinen.


Besonders interessierte mich die Möglichkeit, mit Transferkleister Bilder auf Holz zu übertragen, das war eine der Bastelstationen an diesem Abend und Bilder von Kater Tomte und Katze Mavie lagen laserausgedruckt bereit.



Das Motto des Abends lautete ohne Zweifel "Netzwerkeln", viele liebe Bloggerinnen fanden sich ein, wir haben geplaudert, lecker gegessen, gewerkelt und es richtig schön gehabt.


Oben druff gab es vom Verlag noch eine zentnerschwere Tüte mit Veröffentlichungen, nicht nur "Fotowohnsinn", sondern z.B. auch das Buch zu den Cupcakes, die wir uns den Abend über munter ins Gesicht gesteckt haben. Die mit Möhrchen waren sooo lecker ... 


Hochzufrieden und mit runder Plautze ging es heim, wo sich die Katzen zwar über ihre Portraits nicht erkennbar freuten, über die feine Tasche dafür um so mehr.


Beste Grüße von Nina, habt es schön und lasst es Euch gut gehen.

Übrigens, wer mag: Bis heute um Mitternacht könnt Ihr noch einen neuen und lesenswerten Roman gewinnen, wenn Ihr entweder "hier" schreit (per Kommentar unter dem entsprechenden Posting) oder Eure Chance verdoppeln wollt mit einer Antwort auf die Frage: "Ist der Mensch eine Zwiebel?" *klick*

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Der Club der Traumtänzer oder Ist der Mensch eine Zwiebel?

Wenn ich zu viel Reis auf einmal löffele, bekomme ich Schluckauf. 

Daran dachte ich bisweilen bei der Lektüre von "Der Club der Traumtänzer", denn im Laufe der Handlung werden so viele Themen angerissen und teilweise auch weiter verfolgt, dass ich mich gefragt habe, ob Andreas Izquierdo es wohl hinbekommt, jedem dieser Bereiche gerecht zu werden, jeden angefangenen Handlungsstrang stimmig zuende zu führen - oder ob es irgendwann hakt?


Die frohe Kunde lautet, er kriegt es hin.

Also riesengroßer Fan seines Romans "Das Glücksbüro" habe ich mich sehr über ein neues Werk des Autoren gefreut. Aber die Erwartungshaltung war natürlich auch entsprechend höher.

An dieser Stelle könnte ich Euch jetzt die Handlung vorkauen, Andeutungen über den Ausgang der Geschichte fallen lassen oder tiefere konzeptionelle Fragen erörtern. Aber die "Generation Spoiler" erregt schon lange meinen Missfallen. 

Soviel aber sei gesagt: Gabor, der Protagonist des Clubs der Traumtänzer, ist eine klassische Zwiebel. Er häutet sich zu seinem eigenen Schrecken, Seite für Seite, peu à peu. 

Der Roman wirft die Frage auf, was alles in einer Person wohnt. Ist es so, dass wir alle alles sind und je nachdem, was im Laufe unseres Lebens geschieht oder in welcher Situation / Gesellschaft wir sind, wird es aktiviert? Oder sind manche Menschen fähig zu Charaktereigenschaft xy und andere wiederum nicht? Was meint Ihr?

Dumont Buchverlag Gewinnspiel

Ich weiß zum Beispiel, dass ich früher zu Verzicht nicht imstande war. Da war eine tiefe Gier in mir, eine Ungeduld, ein Getriebensein. Dabei ging es nie um materielle Dinge, aber das Leben, die Freiheit, die Gelegenheit, die Abwechslung, die machten mich unstet und rappelig. 

Heute ist daran zwar noch Erinnerung vorhanden, aber ich kann es nicht mehr nachempfinden. Viel zu anstrengend wäre mir die Jagd nach Impulsen oder Stimuli, viel zu wenig Tiefe birgt so eine kurze Verweildauer. Es käme mir vor wie Smalltalk mit dem Leben und dabei bin ich doch so inkompetent in Sachen Geplänkel geworden.

Nicht falsch verstehen, das "Damals" hatte viele positive Aspekte. Es hat spontane Entscheidungen und auch Risiken möglich gemacht. Im Laufe der Zeit habe ich viel erlebt und gesehen, konnte Menschen begeistern (wofür nun auch immer). Die Leichtigkeit, die das bedeutete, die hätte ich heute gerne bisweilen wieder.

Früher waren Menschen für mich fast immer entweder / oder. Da steckte zum einen viel Bewertung drin, aber rückblickend eben auch Anmaßung. Die Überheblichkeit zu glauben, dass die, die mir ähnelten, "die Guten" waren, wohingegen die, die andere Lebensmodelle bzw. Standpunkte für sich gewählt hatten oder gar meinen Angang kritisierten, sich meiner Gnade nicht gewiß sein konnten.

Heute bewerte ich deutlich weniger. Das hat nichts damit zu tun, die Auseinandersetzung zu scheuen, aber ich habe gelernt, dass man Menschen eben selten in all ihren Facetten mag. Es wird immer Bereiche geben, in denen man differiert, aber ich finde das okay. Selbst dann, wenn jemand an einer Stelle einen Charakterzug offenbart, der mir nicht sympathisch ist (wir reden jetzt bitte nicht von Extremen, die mit Gewalt o.ä. einher gehen). Wenn noch genug übrig ist, das diesen Menschen für mich positiv besetzt, kann ich es a) aushalten und b) so hinnehmen. Und ihn trotzdem mögen.

Das ist übrigens tatsächlich ein Punkt, an dem ich mitunter kritisiert werde. Man fand es schon unaufrichtig, konfliktscheu oder inkonsequent. Aber trotz aller Überlegungen, die dieser Gegenwind bei mir ausgelöst hat, bleibe ich dabei. Und stelle fest, die Menschen bewegen sich. Manche Einschätzung meines Gegenübers könnte ich nach einem Zeitraum x so nicht wiederholen, weil andere Begebenheiten nicht so verlaufen sind, dass der ursprüngliche Eindruck noch Bestand gehabt hätte. So zeigt sich für mich, es lohnt sich, am Ball zu bleiben. Denn angenehm überrascht werd ich gern.

So, Ihr Lieben, jetzt Ihr. Die Frage an Euch lautet: Glaubt Ihr, dass in jedem Menschen alles wohnt und es eine Frage von äußeren Faktoren ist, was abgerufen wird und was nicht? Oder hat man einen bestimmten Charakter, von dem man nicht gravierend abweicht, ob man nun will oder nicht?

Zu gewinnen gibt es ein Exemplar "Der Club der Traumtänzer", es ist ein lesenswertes Buch.

Wer sich die Mühe zu einem Kommentar mit Meinung macht, wandert 2x in den Pott, ein freundliches "Hier" einmal. Die Verlosung endet am Sonntag, dem 19.10.14 um 23.59h.

Nina

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass ich den Roman, der den Anstoß zu diesem Beitrag gab, für umme im Briefkasten hatte. Aber die Inspiration kommt nicht aus einer Ersparnis von etwa 10 Euro. Dennoch danke für's Geschenk, ich habe mich gefreut!

Sonntag, 12. Oktober 2014

12 von 12 // Oktober 2014

Bei den 12 von 12 hab ich schon so ewig nicht mehr mitgemacht, wurde mal wieder Zeit. Irgendwie scheitert es immer daran, dass ich an dem Tag keine Aufnahmen zuwege bringe oder aber total vergesse, dass der 12. ist. Hier nun also die Knipsereien des Tages, seid herzlich gegrüßt und genießt einen schönen Sonntag Abend.

Ohne Bildbeweis geht es los, weder das Karamellbrot, nach dem der Hustenjunge gegen Mitternacht verlangte, wurde fotografisch dokumentiert, noch das vor dem ersten Kaffee für die Katzen mit abgeschaltetem Geruchssinn gekochte Spezialfutter (Wieso macht die denn sowat? Könnt Ihr hier nachlesen *klick* und auf diesem Wege auch vielen lieben Dank für Eure Anteilnahme und freundlichen Worte).

Zuerst vorzeigbar gab es eine Fahrt durch wundervolles Wetter zum Schloß Nordkirchen. Das ist nicht sehr weit entfernt und dennoch war ich vorher noch nie dort. Und weil es so schön war, gibt es dazu auch mehr als ein Bild:

12 von 12 Oktober 2014

12 von 12 Oktober 2014

12 von 12 Oktober 2014

12 von 12 Oktober 2014

Der Spaziergang dort war echt traumhaft, bei dem Wetter kein Kunststück, und im Anschluss ging es nach Lünen zum Drachenfest. Das fand zum 25. Mal statt und obwohl der Wind heute nicht durchgängig so wollte, wie es die großen Drachen gebraucht hätten, war doch feines Wetter und gut was los.

12 von 12 Oktober 2014

12 von 12 Oktober 2014

12 von 12 Oktober 2014

12 von 12 Oktober 2014

Nach dem Drachenfest gab es noch einen richtig fiesen Burger. Eine Kombination aus lauter Dingen, die ich eigentlich nicht mal mag, aber sie scheinen so etwas wie eine chemische Verbindung miteinander einzugehen und ab und zu ... jaja. Der Nachtisch war auch nicht besser.

12 von 12 Oktober 2014

 Auf dem Heimweg ist mir noch dieses Panorama begegnet.

12 von 12 Oktober 2014

Der kleine Krawallix hat übrigens ein U-Boot gebaut. Ist das nicht großartig? 

12 von 12 Oktober 2014

Jetzt gucken wir noch "Aladdin", das Kleine Volk ist beglückt, und im Anschluss haue ich mich vor der eigentlichen Zeit in die warme Koje. Hab nämlich was Feines zu lesen.

12 von 12 Oktober 2014

Alles Liebe von Nina