Dienstag, 18. Juni 2013

Upcycling - Dienstag #66

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden.

Der Upcycling-Dienstag macht (mit einem etwas mulmigen Gefühl meinerseits) eine Sommerpause in den Monaten Juli und August. Es wäre wunderbar, wenn Ihr ihm gewogen bliebet! Am 3. September geht es dann in gewohnter Form weiter. 

Nächste Woche treffen wir uns aber noch einmal! 


Diese Woche mußte ein altes Brett vom bösen Dachboden dran glauben, nicht, dass ich wüßte, wozu es ursprünglich gehörte, aber das wird sicher bald offensichtlich und bestimmt beiß ich mich dann in den Allerwertesten. Egal. Das Brett also passend gesägt (hat die schon einmal zitierte Allzweckwaffe "Oppa" gemacht. Danke Dir nochmal!).


Plastiktüte ausgewählt, die farblich ein bisschen was her macht.



Brett abgeschliffen


   
und angesprüht.


Vorlage ausgedruckt,


Nägel rausgekramt


und die Nagelabstände mit einem Stift vorgezeichnet. Augenmaß eher minder repräsentiert und so.


Dann die Nägel den Markierungen folgend ins Brett gehauen und im Anschluß die Plastiktüte in einen schlanken durchgehenden Streifen geschnitten.


Wie Ihr Euch sicherlich schon längst denken konntet - dann wickelnwickelnwickeln und fertig ist die alternative Geburtstagskarte für mein Lieblingsmädchen, das gestern 9 Jahre alt wurde.



Klar, das gibt es als Idee schon hundert Jahre, ich beanspruche das mitnichten für mich. In der vierten Klasse haben wir geometrische Formen daraus gemacht, die Idee, eine Vorlage "nachzuhämmern" hab ich bei Katja, Steffi und Fee gesehen.

Nun freue ich mich sehr auf Euch und Eure Ideen, sende ganz liebe Grüße und wünsche uns allen eine großartige Woche. Habt es schön, Nina, deren Beitrag zum Creadienstag und zu Robotis Alltagshelden das Nagelherzchen auch ist.

Sonntag, 16. Juni 2013

Schmackhaftes aus dem, was der Vorrat hergab

Meine Lieblingsgerichte sind eigentlich immer die, die nicht nur lecker schmecken, sondern gerne satt machen (klar) und für die im Idealfalle alle Zutaten irgendwo im Bestand sind. Nicht nur wegen der durchaus etablierten Faulheit, sondern weil man am Ende vom Tag auch weniger Lebensmittel wegwirft.

Neulich beim Ausflug mit dem Kindergarten hatte eine Mutter einen Ebly-Salat gemacht. Kannte ich garnicht, hat super geschmeckt. Wie das Produkt wohl heißt, wenn man keinen Markennamen verwenden möchte? Sonnenweizen, wie es auf der Packung steht? Ich glaub, das ist auch Kokolores.

Klar war aber, egal ob das Zeug nun Heinz-Peter oder wie auch immer heißt, das muß es hier zeitnah geben. Die Kinder waren von der Premiere überraschenderweise alle 3 gleichermaßen angetan und haben es in geballter Originalität mit Tomatensauce verzehrt. Genau die, die sonst über die Nudeln kommt. Hat sich also im Idealfall ein bisschen anders im Mund angefühlt und das konnten sie aushalten.

Aus den Resten gab es für die Mutter einen Salat mit einmal alles, was greifbar war.

Für das Dressing
 6EL Olivenöl
3EL Balsamicoreduktion
Salz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle
1/2TL Rosmarinnadeln
2 Knoblauchzehen (gepresst)
vermischen

dann
6 mittelgroße Tomaten, einen halben geschälten Apfel, 3 Frühlingszwiebeln kleinschneiden und unterheben, ebenso 3-4EL Mais aus der Dose.

Zum Schluß noch frisch gekochten -also noch heißen- Ebly, Menge nach Belieben, hier waren es ca. 6 Handvoll (Igitt, ich weiß, aber die Hände waren gewaschen) hinzufügen, gut umrühren und eine halbe Stunde ziehen lassen.


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An einem weiteren Tag war die Lust auf das große E ebenfalls ziemlich mächtig und der restliche Mais zog hier auch noch seine Kreise. Also gab es was Warmes aus der Pfanne und das ging so:

2 Zucchini (kleingeschnitten)
restliche Dose Mais (der Inhalt natürlich, für die Fraktion der Spitzfindigen)
3 Frühlingszwiebeln (geringelt)
2 Knoblauchzehen (gepreßt)
in reichlich Olivenöl anbraten,
salzen (hier war es Rosmarinsalz, aber ohne Rosmarin geht genauso), 
großzügig Chiliflocken und
1 Glas Pesto untermengen. 
Rotes macht sich da besser, also Tomate, Paprika oder - wie hier - Thunfisch.

Frisch gekochten Ebly (Menge nach Belieben) zum Schluß entweder in die Pfanne dazugeben oder auf dem Teller getrennt anrichten, gibt sich nix. Aber schmeckt sehr fein, was man dem bescheidenen Lichtbild nicht ansieht.


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Noch ein Tag der Resteverwertung, dem leider eine Zutat fehlte, die während des Verspeisens ganz deutlich hervortrat.

Chicoree-Himbeer Salat (ohne Ziegenfrischkäse)

4 Chicoree
1 Schale Himbeeren
ein kleiner Apfel
eine Handvoll Salatkerne-Mix

Dressing
5EL Olivenöl
2EL Balsamicoreduktion
2EL naturtrüber Apfelsaft
2EL Himbeermus (z.B. Babygläschen, meins war Himbeer-Granatapfel)
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer aus der Mühle 

Das Dressing anrühren, die Salatzutaten waschen / schälen / putzen (whatever), aber auf jeden Fall auf mundgerechtes Format bringen. Alles in einer Schüssel mischen und Salatkerne obendrauf. Hat auch ohne den Ziegenfrischkäse toll geschmeckt, aber mit wäre die Krone gewesen.


So, Ihr Lieben, nächste Woche gibt es wieder Süßes, das Lieblingsmädchen -auch bekannt als die Sachensucherin, Geheimagentin oder Detektivin- feiert Geburtstag. Kann aber sein, dass kein einziges Rezept von mir sein wird, mal schauen. Hauptsache schmeckt.

Habt es schön und seid lieb gegrüßt von Nina, die diesen Beitrag erneut und gern bei der lieben Frau Glücksmomente ihrseinem LeckerMontag verlinken wird.

Freitag, 14. Juni 2013

Weit weg ...

... erscheint es oft, wenn man von Menschen liest, die schwer erkranken. Gottseidank, muß man ja sagen. Aber es kann jeden heimsuchen, jeden Tag.

Jeder Mensch ist jemandes Tochter, Sohn oder Freund. Viele sind selbst Mütter oder Väter. 

Unser Leben und unsere Gesundheit sind unser höchstes Gut, so abgedroschen es klingen mag. Stellt Euch Euren Alltag vor mit einer Krankheit wie Blutkrebs. Und wie dankbar Ihr wärt, wenn andere Menschen da wären, die Euch unterstützen oder Euch vielleicht sogar einen Weg aus der Krankheit ermöglichen.

Lest bei Inga und Steffi und laßt Euch typisieren. Die DKMS bietet einen einfachen und sehr wenig zeitintensiven Weg, im Idealfall einem Menschen zu helfen, gesund zu werden.

Nina

Dienstag, 11. Juni 2013

Upcycling - Dienstag #65

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden.


Eine wunderbare und mir sehr liebe Frau wird Mutter. Die in mir rumorenden Sentimentalitäten erspare ich Euch großflächig, aber ein Geschenk für das Menschlein mag ruhig öffentlich vorbereitet sein.

Dazu gehören in dieser Woche der Rest von einem Herrenhemd (das für diese Tasche schon ausgeschlachtet wurde),


ein labberiges altes T-Shirt aus den Beständen


und der wohlgehütete Kopfkissenbezug. Ihn anzuschneiden ist annähernd eine Liebeserklärung. 


Tatsächlich geschieht nichts Unbekanntes mit dem Material, denn hinzu kommt ein Kopf, der im ersten Arbeitsschritt so aussieht


dann so. Was da anmutet wie provinzielle Voodoo-Praktiken sind nur platzhalterische Stecknadeln für Augen und Mund.


Aus den Stoffen werden "Leib" und Mütze


des Schnuffelpüppchens. Im vorbereiteten Zwischenzustand sieht das dann so aus:


Fertig! Hoffentlich gefällt es ... steckt viel Herzblut drin und zusätzlich zu den oben geschilderten Zutaten noch ein Stückchen Ärmel vom ausgemusterten Shirt des großen Krawallix als Halstuch.



Wer es selbst einmal zu nähen versuchen möchte, es ist kein bisschen schwierig und man braucht noch nicht mal eine Nähmaschine. Das Freebook findet Ihr hier.

Ganz liebe Grüße in die Runde, zeigt her Eure Dinge, ich freu mich sehr. Habt es schön, Nina, deren Beitrag zum Creadienstag und zu Robotis Alltagshelden dieses Geburtsgeschenk auch ist.

Sonntag, 9. Juni 2013

Auch ohne Vitamine Spaß gehabt

Wir haben ziemlich geschlemmt in den letzten Wochen, vor allem gab es jede Menge Kuchen. Das ist gut, wenn auch vielleicht nicht maximal gesund. Gern würde ich sagen, wie sehr meine Kinder ihre Quinoa-Hibiskus-Bratlinge an Fencheljus lieben und deswegen in Sachen Vitamine etc. mehr als auf ihre Kosten kommen. Lassen wir mal.

Den Anfang macht die Blaubeere, denn dieser Beitrag ist chronologisch. 


Verbacken im Zitronenkuchen schaute sie so aus der Form hervor, eine Sünde.


Das geschnittene Kuchenstück räkelte sich lasziv und war ratzfatz Geschichte. Super lecker.


Rezept:

5 Eier mit 250g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker schaumig rühren, 2 Päckchen Schlagsahne dazugeben, außerdem die abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen. 1 Pck. Backpulver unter 500g Weizenmehl mengen, beides unter den Teig rühren. 2 Schälchen Blaubeeren à 100g unterheben, in eine gefettete Guglhupf-Form geben und bei 180°C (Umluft 160°C) 55 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Eventuell im letzten Drittel den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit die Kruste nicht zu hart wird.

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Wenig später tauchte endlich das in den Wirren des Netzes verloren geglaubte Rezept für den weltbesten Käsestreuselkuchen vom Blech wieder auf, nämlich hier. Und den gab es dann sofort auch nochmal. Merke: Ab und zu mal was ausdrucken statt immer online luschern mag bisweilen vorteilhaft sein.


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Um ein paar schon leicht runzelige Äpfel einem adeligen Schicksal zuzuführen, gab es zum Nachtisch dieser Tage eine Kreation aus ebendiesen Äpfeln überbacken mit Marshmellows und ein paar Himbeeren aus dem Glas inklusive Saft dazu. Es sah gut aus und roch auch so.


Die Kinder fanden es widerlich. Der kleine Krawallix hat die Speise mit Würgegeräuschen wieder auf seinen Teller gespuckt und mein höfliches Mädchen lobte die warmen Apfelspalten, während sie verträumt die weiße Pampe herunterkratzte. Wissen wir das auch.

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Zum Kindergeburtstag des kleinen Chefs brauchten wir diese Woche einen Geburtstagskuchen mit Kerzen zum Auspusten für morgens am Frühstückstisch, einen Blechkuchen für den Kindergarten und eine Torte für den Nachmittag und die Familie.

Die Kerzen beherbergte also in aller Herrgottsfrühe ein Schoko-Nuss-Kuchen, der nach dem gleichen Grundrezept entstand wie Zitrone-Blaubeer weiter oben. So, getz einmal Copy Paste und ein bisschen drin herumverändert:


5 Eier mit 250g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker schaumig rühren, 2 Päckchen Schlagsahne dazugeben, außerdem 3 EL Kakaopulver ungesüßt, 100g gemahlene Mandeln und nach Geschmack 50-100g gehackte Haselnüsse. 1 Pck. Backpulver unter 400g (!) Weizenmehl mengen, beides unter den Teig rühren. In eine gefettete Guglhupf-Form geben und bei 180°C (Umluft 160°C) 55 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Eventuell im letzten Drittel den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit die Kruste nicht zu hart wird.

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Die Kinderschar wurde beglückt mit dem Zitronenkuchen von Tanjas Papa, er ist sensationell gut angekommen, wenn er auch statt mit Schokolinsen mit Gummibärchen verziert war.


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Nachmittags gab es Schaumkusstorte inspiriert von der bezaubernden Denise. Allerdings lief es nicht so recht glatt. Also, er sollte am Vormittag des Geburtstages entstehen, ich bereitete dies und das vor, erledigte noch aushäusig etwas und kam mir dabei total entspannt vor. Das war schon verwunderlich, denn der beim Aufstehen im Kopf durchgespielte Zeitplan mutete etwas straffer an. Und warum? Genau. Torte verpennt.
Nü also husch, für den Mürbeteigboden war aber keine Zeit mehr und büschen Deko obendruff wäre auch noch schön gewesen. 
Lecker sah er aus, lecker war er auch:


Und ging so:
1 Packung Butterkekse aus der Kammer holen und hektisch in einem Gefrierbeutel zu Krümeln verarbeiten, teilweise unter Zuhilfenahme eines Nudelholzes. In eine Schüssel umfüllen, parallel die Reste der Butter in einen Pott werfen und in der Mikrowelle flüssig werden lassen. So viel davon unter die Brösel mischen, dass sie nicht triefen, aber gut versorgt sind, um später zusammenzukleben. Den Boden einer 26cm Springform mit Backpapier auslegen und den Ring drumherum spannen. Brösel rein, flachdrücken und hoffen, dass die ganze Fläche gut bedeckt sein wird. Hat geklappt.

Dann nach Denises Rezept die Creme anfertigen, also 12 Schaumküsse entwaffeln und mit 500g Magerquark plus ein paar Zitronenspritzern verrühren, anschließend 250g Crème Fine steif schlagen und unterheben. Die Masse auf den Bröselboden verteilen und kühlstellen, vor dem Servieren noch mit saftigem Obst dekorieren, bei uns waren das die restlichen Himbeeren aus dem Glas, die vom Marshmellow-Desaster noch übrig waren.

So, Ihr Lieben, nach so viel Geschreibsel über Süßkram könnte ich jetzt erstmal eine Pizza mit Knoblauch und Zwiebeln, aber danach geht auch wieder Kuchen. Habt einen schönen Sonntag und möge uns allen die Sonne scheinen. Dieser Beitrag wird übrigens morgen auch wieder bei Katjas MontagsMhhhhhh verlinkt und trägt damit zur ständig wachsenenden Rezeptesammlung bei.

Alles Liebe von Nina

Donnerstag, 6. Juni 2013

Nachgehäkelt

Häkelnetze zum Einkaufen sind gefühlt eine Sache aus den 70ern, meine Oma hatte bestimmt eins und auch die Damen, mit denen sie Kaffee trank. Aber seitdem ich der Jetztzeit-Variante bei Steffi und Anke ansichtig wurde, drängte der Wunsch nach einem Exemplar 2.0 nach oben und - ich hab die Anleitung nicht gerallt. An der liegt es aber nicht, denn sie ist wunderbar einfach. Wer hier häufiger liest, weiß, dass mir da (unter anderem) ein paar Hirnzellen fehlen.

Erst wenn ein wohlmeinender Mensch neben mir sitzt und sagt bzw. zeigt, was zu tun ist, schnackelt dat im Stübchen. Über Steffis Besuch hätten wir uns auch ohne Erklärbärperformance sehr gefreut, aber danach konnte ich beschwingterdings das neue Häkelprojekt in Angriff nehmen, weil die Kombination aus Luftmaschen und festen Maschen auf einmal einen Sinn ergab.

DingDong, da isset:


Gehalten in anthrazit und cyclam (dunkelgrau und dunkelpink, weißte Bescheid)


paßt sogar ein Monster rein.


Ohne wirkt es etwas schmucklos, das tut der Sache aber keinen Abbruch.


Und guckt Euch das an, das neue Täschchen von Frau BuxSen paßt genau dazu. Als ob sie es geahnt hätte! Dafür auch nochmal ein dickes Dankeschön und einen Drücker.

Die hohe Häkelkunst ist übrigens mein heutiger Beitrag zu RUMS, endlich mal wieder. Die Zeit rast vorbei und der Output ist mengenmäßig leider so garnicht wie gewünscht.

Habt es schön und möge uns die Sonne scheinen. Nina

Dienstag, 4. Juni 2013

Upcycling - Dienstag #64

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden.

Heute wird es etwas holperig mit dem Pinnen und Kommentieren, denn wir feiern Kindergeburtstag, nehmt es mir also bitte nicht übel, wenn die meisten Kommentare erst morgen auf den Weg gehen. 


Wie Ihr schon oben lesen konntet, hat heute ein kleiner Mensch des Hauses Geburtstag, genauer gesagt wird der kleine Krawallix 4 Jahre alt. Auch wenn es in den Fingern juckt, den Teil mit der Wehmut und der Fassungslosigkeit ob der schnell vergangenen Zeit lassen wir aus (reiner Selbstschutz) und kommen direkt zu einem seiner Geschenke. Etwas, das er für den Kindergarten braucht.

Rohmaterial war die ausgemusterte Sommerhose einer lieben Bekannten, die mit einer großen Tüte überschüssiger Kleidung vor der Tür stand und der Frage, ob ich daraus noch etwas machen wolle. Auf jeden Fall - wenn auf die Art allerdings der böse Dachboden niemals ein guter Dachboden werden wird.


Aus der Hose und Lederresten 

(davon war dann hinterher fast nix mehr übrig)

also die Schnitt-Teile erstellt und schnell bemerkt, der Hosenstoff ist zu dünn. Alle Teile daraus folglich doppelt zugeschnitten.


Dann jeweils 2 identische Teile mit Vliesofix aufeinandergebügelt, das hält und hat Stand.

(Der Porsche in gestreift ist mein Bügelbrettbezug, da ist "stylish" noch untertrieben.)
(Auf dem linken Teil liegt die Klebefläche oben, sieht man super.)

Der Anleitung entsprechend alles zusammengenäht (mit einer 110er Jeansnadel, weil die Ledernadeln verlustig waren) und ein bisschen verziert. Laßt uns nicht darüber sprechen, wie lange es gedauert hat und wie oft ich nicht weiter wußte. Anleitungen zu verstehen ist mir nicht so gegeben (diese hier ist ausführlich und bebildert und rückblickend 1a). Es gibt aber Menschen, die brauchen nur 90 Minuten für einmal komplett inklusive Ausmessen und Zuschneiden. Ach. Wieder mal den Hut gezogen, liebste Catrin.

Wie z.B. das Gummiband durch die zugegebenermaßen wenig entgegenkommenden Fersentunnel fädeln? Laut Anleitung ist das einer der letzten Arbeitsschritte, das schien utopisch, was aber komplett am Material liegt, mit weichem Leder bestimmt kein Thema. Also vor dem Festnähen des Fersenstückes munter mit der dicksten Nadel des Hauses plus Eßstäbchen die Mission accomplished.

(Das Webband ist an der Stelle /Ferse außen zwar eine gute Idee, aber mit einem 
willigen Zickzackstich wäre es weiter vorn gewesen. So behaupten wir auf Anfrage, es sei ein gesticktes 
Morsealphabet und bedeute "Hoch soll er leben". 
Muss nur dran denken, den Beschenkten zu instruieren *notetoself*.)

Schön sind sie dann doch noch geworden, die neuen Schlüppken des kleinen Chefs und hoffentlich gefallen sie ihm.




Unten zweifarbig, da die Reste für Einheitlichkeit zu dürftig waren.


Schnittmuster und Anleitung (eigentlich total idiotensicher und 
sehr ausführlich erklärt) "Bepuscht" von LinVins von hier;
Stickdatei "Monsta" von Claus Ast von hier;
Webband "STARdotzz" von paulapü von hier.

Euch allen einen wunderbaren Tag, wir lassen die Malzbierkorken knallen und schlemmen trennköstliche Kuchen - also einen nach dem anderen. Immerhin. Habt es schön, Nina.

Die Schluffen des Geburtstagskindes sind mein Beitrag zum Creadienstag und zu Robotis Alltagshelden. Und ich freu mich sehr auf Euch und Eure Werke. 

Samstag, 1. Juni 2013

Berlin mit Street Art und The Hive

Letzte Woche waren wir für ein paar Tage in Berlin, animiert durch die Teilnahme an "The Hive" haben wir noch 2 Tage drumherum gebaut und ein wenig die große Stadt genossen. Mein Highlight war eine alternative Stadtführung durch Kreuzberg und Friedrichshain zu verschiedenen Street Art-Arbeiten inklusive einiger Hintergrundinformationen dazu, wie sie entstanden sind, welche Künstler sie erschufen, was sie bedeuten etc.

Friedrichshain

Von Victor Ash, gesehen in Kreuzberg

In Friedrichshain, Blick vom Außen- ins Innengelände.

Von Os Gêmeos, gesehen in Kreuzberg

Von Blu, ebenfalls in Kreuzberg

Friedrichshain

Von Roa, gesehen in Kreuzberg

Im Anschluß gab es einen Workshop in Lichterfelde, bei dem wir kurz und knackig instruiert wurden, wie man sein eigenes Kunstwerk aufbauen kann, mit dem Skalpell unsere Motive zuschnitten und dann munter mit Leinwand, Spraydosen, jeder Menge Verfremdungsobjekten (Matten, Siebe und so weiter) selbst eins anfertigen durften.

Treppenaufgang zum Workshop


Also, das war hochbefriedigendes Werkeln, kann ich nicht anders sagen, mein Ergebnis hab ich total ins Herz geschlossen und denkt, was Ihr wollt, aber hinterlaßt mir dazu keine bösen Kommentare, bitte. :-)

Leinwand vorher.


Leinwand nachher.


Samstag und Sonntag fand dann "The Hive" statt, wozu die meisten von Euch sicherlich schon das ein oder andere gelesen haben. Auf anderen Blogs wurde eigentlich auch genug geschildert, mir ist nicht danach, eine detailgenaue Nachlese zu schreiben. Im Großen und Ganzen läßt sich sagen, es hat mir nicht gefallen.

Das liegt überhaupt nicht an der Konferenz selber, denn ich fuhr ohne inhaltliche Erwartung dorthin, hatte lediglich Lust, ein paar Leute zu treffen, nett zu plaudern und im Idealfall sogar ein bisschen Input per Vortrag oder Workshop mitzunehmen. Eigentlich eine luxuriöse Ausgangsposition.

Die Organisation hat sicherlich noch ein paar Kinderkrankheiten, aber nach meinem persönlichen Dafürhalten ist das nichts, was man nicht mit ein paar mehr helfenden Händen und der konstruktiven Auswertung des Ablaufes dieses Jahres gut in den Griff bekommen kann.

Mein Problem war ich selbst, denn ich fühlte mich schlichtweg nicht wohl dort. Das lag woran auch immer, ließ sich aber am Samstag überhaupt nicht beheben und Sonntag nur punktuell. So kamen kaum Gespräche in einen schönen Fluß, weil ich so blockiert und eckig war. Klar, so eine Ausstrahlung hat man dann auch und möchte am liebsten auf den Arm, wirkt aber abweisend, desinteressiert, oberflächlich, langweilig oder was auch immer. Klingt das selbstmitleidig? Soll es nicht, eher überfordert und ein bisschen sauer darauf, eine solche Möglichkeit überhaupt nicht genutzt zu haben.

Schön war der Samstag Abend vor der Hotel-Lobby-Glotze mit Mann, kleinstem Kind und einer Flasche Bier, obwohl der Verein meiner Wahl nicht gewonnen hat. Schön war auch, Jessica, Anni und Heike kennenzulernen und besonders die Präsentationen von Tina Fussell und Freunde von Freunden haben mir sehr gefallen. Schön war das Wiedersehen mit mir liebgewordenen Bloggerinnen, denen ich in meinem eigenartigen Zustand vermutlich aber nicht recht zeigen konnte, dass ich mich wirklich auf sie gefreut hatte.

Nun denn, Ihr Lieben, da werd ich an mir noch arbeiten müssen, aber jeder Tag ist neu und besser machen geht immer. Das Wort zum Sonntag :-)

Seid herzlich gegrüßt, habt es schön und genießt ein wunderbares Wochenende. Nina