Wer heute bei
Frollein Pfau schaut, der entdeckt, dass die Woche ihres Bloggeburtstags begonnen hat. Liebste Grüße noch einmal und herzliche Glückwünsche, Du wundervolle Person!
Es hat mir riesig viel Spaß gemacht, mir etwas dazu einfallen zu lassen und mich sehr gefreut, dabei sein zu dürfen (aufgeregt isse auch, noch nie vorher Gastposting und so).
Kulturbeutel und Autohaus, die dort gezeigt werden, sind dem Schnitt meines alten, abgehalfterten "Hausis" nachempfunden, das mich schon 25 Jahre treu begleitet und ebenfalls als Kulturtasche dient. Heutzutage ist es eine etwas traurige Gestalt, so entstand die Idee, ein Artverwandtes zu nähen.
So sieht unser Hausi 2.0 aus:
und im restlichen Posting findet Ihr den Versuch einer Anleitung, wie es gemacht wird. Nehmt mir nicht übel, dass die Erklärung vielleicht etwas holperig ist, über die Aussgekraft der Bilder muss man streckenweise auch nicht sprechen.
Wer übrigens ein individuelles Hausi ganz nach seinen / ihren Ideen und Wünschen von mir mit viel Liebe genäht gewinnen möchte, der klickt mal hier.
Wer eine Anmerkung hat, wie es besser verständlich wird oder welche Information fehlt, immer raus damit, es ist nicht in Stein gemeißelt und ich korrigiere gern dran rum, wenn das hilft.
Bitte lest die ganze Anleitung einmal komplett durch, es sind noch einige Maße und Hinweise drin.
Benötigtes Material
- Stoff / Stoffreste (die eignen sich gut dafür, wenn man nicht alles in einer Farbe haben möchte)
- ein Reißverschluß 20cm und Stylefix, um ihn zu fixieren
- Verzierung nach Geschmack, hier sind es Fenster und Türen sowie Tragegriffe, aber man kann natürlich nach Lust und Laune mit Webbändern, Applikationen, etc. zu Werke gehen.
- ein bisschen Füllwatte (für die Henkel)
- Nähmaschine
Schnitt-Teile Hausi
(Nahtzugabe von 1cm ist schon enthalten, weitere Schnitt-Teile in der Anleitung):
- für den Korpus 4 Seiten-Teile à 23 x 11 cm
- 2 hausförmige Außenwände mit diesen Maßen:
Die schneidet man alle einmal aus Außenstoff, einmal aus Innenstoff und bei Bedarf einmal aus verstärkendem Material zu, hier Bodenwischtuch vom Discounter.
Ich habe bei Frollein Pfaus Hausi vorher die 3 Lagen (Außen-, Innen-, Futterstoff) jeweils aufeinander gelegt und Zickzack umnäht, was später in der Nahtzugabe verschwindet. Sprühzeitkleber geht auch.
ABER 2 Korpusteile aussparen, dort nur Außenstoff und die eventuelle Verstärkung zusammennähen, denn der Reissverschluß muss noch rein.
Für die Henkel 2 Stoff-Streifen mit den Maßen 32 x 5,5 cm zuschneiden, jeden rechts auf rechts längs falten und unten (Langseite) zusammennähen. Dann wenden und mit einem Rest Füllwatte ausstopfen.
Die näht man dann jeweils an eins der Korpusteile (23x11) und schließt in einem die Öffnungen oben und unten durch Einklappen, bei unserem Hausi sitzen sie da:
Der Reißverschluß wird beidseitig mit 2 Stoffstücken verlängert. Dafür insgesamt 4 Stoffstückchen à 5 x 3 cm ausschneiden, pro Seite 2 rechts auf rechts legen, RV dazwischen und in der gezeigten Position festnähen. Dann nach hinten klappen und knappkantig absteppen.
Nun wird der Reißverschluß zwischen 2 der Seitenteile genäht. Der Mechanismus ist identisch mit z.B. dem für ein gefüttertes Kosmetiktäschchen oder der AllesDrin mit Reißverschluß. Wenn es fertig ist, sollte es so aussehen. Möchtet Ihr Fotos davon, wie der RV eingenäht wird? Oder ist das alles doppelt und dreifach und langatmig und doof?
Jetzt rechts auf rechts die verbleibenden Korpus-Teile drannähen. Sind 6 Schichten, je nach Stoffart hat die 100er Nadel sich als hilfreich erwiesen.
Sieht dann so aus. Die Fensterläden (links im Bild) sind aus je 2 rechts auf rechts aufeinander genähten Stoffstücken à 7 x 4,5 cm gefertigt, gewendet und an der offenen Oberseite (vorher hübsch eingeklappt) festgenäht.
Anschließend sind die Hauswände dran (ebenfalls rechts auf rechts). Eine von meinen Hauswänden hat Flügeltüren, die sind wie die Fenster gemacht, die Stoffstücke haben aber die Maße 9,5 x 4,5 cm.
Am besten klappt das Einnähen der Hauswände, wenn man zuerst die spitze Mitte am Reißverschluß
fixiert (meine ist übrigens ein bisschen abgerundet, das war einfacher)
und von da aus in beide Richtungen die Nähte rechts auf rechts schließt.
Der Boden kommt zum Schluß dran, wenn es ein bisschen schief wird, sieht man das dort am wenigsten. Nicht vergessen, den Reissverschluss offen zu lassen, am besten so weit wie möglich, damit man mit dem ganzen Kladderadaatsch beim Wenden durchkommt.
Die Innennähte hab ich sicherheitshalber immer zickzack nachgenäht, es sieht beim Hineinschauen besser aus und hält bestimmt auch gut dadurch.
Wenden.
Ausbeulen. Durchatmen. Das war es. Herzlichen Glückwunsch zum Eigenheim und wie gesagt, meldet Euch gern für Fragen.
Wer ein Hausi näht, der würde mir mit einem Link als Kommentar auf dieses Posting eine große Freude machen. Schön wäre auch ein Verweis darauf, woher die Anleitung stammt. Danke!
Und -auch wenn die Gefahr sicherlich gering ist- es wäre fein, wenn nicht in einer Woche irgendwo jemand eine kostenpflichtige Hausi-Anleitung anbietet, weil - is meins und für umme.
Höchstens der Schwede hat was zu kamellen, aber ist nicht 1:1 und sowieso längst verjährt. Von einer kommerziellen Nutzung genähter Exemplare ohne mein vorheriges Okay bitte ich abzusehen. Weißte Bescheid. :-)
Nina, deren Beitrag zum
Creadienstag das hier auch noch ist. Liebe Grüße und einen schönen Tag für Euch.