Donnerstag, 29. November 2012

Ein Freebook bei Farbenmix ... unfaßbar

Vor ein paar Tagen hatte ich schon erwähnt, dass heute ein besonderer Tag für mich ist. Besonders aufregend und auch etwas irreal. Aber der Reihe nach:

Im Sommer gab es hier und bei Steffi eine zweigeteilte Anleitung, wie man Schnuffelpüppchen näht. Die ist mit Liebe erstellt, aber es fehlt z.B. eine Bebilderung für das Annähen der Mütze. Außerdem war durchaus Luft nach oben, was die Verständlichkeit der Erklärung anbelangt.


Also wurde der Text noch einmal sorgfältig überarbeitet und es kamen Bilder hinzu. Das füllt schon erstaunlich viele Seiten, aber ich bin vor allem immer wieder begeistert, dass jedes Püppchen ein Unikat ist, wieviel Freiheit also für eine individuelle Gestaltung bleibt und natürlich, dass man nicht einmal eine Nähmaschine braucht, um ein Schnuffelpüppchen anzufertigen. Heißt, in der Praxis kann so ein liebes Geschenk tatsächlich an einem (Fernseh-)Abend fertig werden.

(Vampirpüppi für mein Mädchen)

Ab heute gibt es dazu mein Freebook bei Farbenmix. 

Ein Satz, den ich im Leben niemals zu schreiben gedacht hätte. Seit 6 Jahren lese ich bei Farbenmix mit, habe dann selbst ein bisschen zu nähen begonnen und kann mir, wo ich das hier so schreibe, immer noch nicht vorstellen, dass es gleich irgendwann soweit ist.


Genug erzählt ... Ihr Lieben, wer also eine besser erklärte Anleitung des Schnuffelpüppchens haben möchte, als schmucke pdf-Datei und vollständig bebildert inklusive Designbeispielen von 5 charmanten und talentierten Probenäherinnen, der findet sie hier

Wenn Ihr ein Püppchen näht, schickt mir sehr sehr gerne eine Mail mit einem Link oder einem jpg, hier gibt es ein Board, wo Eure Kunstwerke gesammelt und gezeigt werden. In der Sidebar kann man auch "Knöpje drücken" und sich umsehen.


Danke an Catrin, Petra, Sandra, Steffi und Steffi. Und auch danke an Frauke von Farbenmix, die Frau hat Nerven aus Draht.

Um dem Püppchen auf dem ganz oberen Bild die Wangenröte ins Gesicht zu zaubern, kam übrigens zum ersten Mal ein sogenannter "Sponge Dauber" zum Einsatz. Wenn man das subtil angeht und nicht wie mit dem Paketstempel, wird es super. Woher ich das weiß? Ähem ...


Einen schönen Tag für Euch von Nina

Dienstag, 27. November 2012

Upcycling - Dienstag #39

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier

Pinterest spinnt heute übrigens, es sind alle Beiträge gepinnt, tauchen aber wechselweise auf und wieder ab.


Diese Woche wurden Mausefallen zweckentfremdet. 


Zuerst den losen Draht aufgebogen und entfernt.


Dann die Fallen mit Sprühfarbe und nach dem Trocknen mit Klebeband und Stempeln bearbeitet.


Einen Magneten hinten drauf geklebt.


Den Rosmarin stellvertretend für alle mir bereits verendeten Küchenkräuter-Töpfe um einige Zweige erleichtert.


Gemeinsam sehen sie nun so aus. Der Hut ist ein alter Kettenanhänger aus den 80ern.





Dem Rosmarin in diesen magnetischen (und damit am Kühlschrank zu befestigenden) Klemmhalterungen ein Dasein ermöglicht, in dem er doch noch in der Suppe statt im Müll landet. Auch wenn hier wieder "Braune-Daumen-Wochen" sind. Wie eigentlich immer.


Das Ganze geht übrigens auch in bunt und für jede Art von Zettel oder Karte. Haftet jetzt auf unserer anderen Kühlschrankseite und fügt sich in das bunte Chaos gut ein.


Ganz liebe Grüße an Euch, habt eine schöne Woche und zeigt her, was Ihr habt, ich freu mich dolle. Nina, deren Beitrag zum Creadienstag diese Werkelei auch ist.

Samstag, 24. November 2012

Dinge zum Sonntag

Diese Woche war das mit dem Bloggen irgendwie ein Flop. Aber da ich ja vor einiger Zeit beschlossen habe, mir den Luxus des stressfreien Postens zu gönnen (das hat die Teilnahme an wöchentlichen Fotoinitiativen gen Null gehen lassen), sehen wir das mal gelassen. Schade nur, dass ich auch kaum gewerkelt hab. Das wiederum ... hm. Nun ja.

Einschub:
Ihr Lieben! Ich bin so aufgeregt! Am Donnerstag ist ein großer Tag in meinem kleinen Werklerinnenleben, am liebsten hätt ich es mir schon auf die Stirn tätowiert. Fast. Laßt Euch ein bisschen überraschen, ich freu mir jedenfalls ein Bein ab und bin so langsam ziemlich hibbelich.
Einschub Ende.

Nach diesem vermutlich ziemlich unbefriedigenden Teaser folgt nun die Kleinausbeute der Woche. Am Montag war Basteln mit der Schulklasse des großen Krawallix angesagt und wer sich mein planloses Gezwitscher anhört oder bisweilen in Muttis Gesichtsbuch schmökert, der weiß schon, die Kinder sind beim Kartoffeldruck lustig unterwegs gewesen. Meine beiden Lieblingszitate "Cool, Kartoffeln, kann ich die Farbe auch mitessen?" und "Geil, Alter, ein Messer, kann ich meinen Namen in die Kartoffel reinritzen?". 

Da die Ausbeute für den Verkauf auf dem Adventsmarkt noch zu dürftig war, haben wir in Heimarbeit Salzteig-Anhänger für Geschenke oder stabile Weihnachtsbäume gestempelt. Schaut mal.


Ist wahrscheinlich selbsterklärend, aber -falls es doch jemanden interessiert- Salzteig aus Mehl und Salz zu gleichen Teilen plus einen Schwupps Wasser und Speisefarbe dazu, Kugeln geformt, plattgestempelt, gelocht, gebacken, matt sprühlackiert, durchgefädelt und ab geht die Post.

Außerdem gab es eine neue Winterkombi aus diesem hinreissenden Jersey von Lillestoff (und innen "Kussel") für den kleinen Krawallix, der dieses Wochenende leider (schon wieder) flach liegt mit hohem Fieber und allem Zipp und Zapp. Da fließt das wunderheilende Malzbier in Strömen (alle mal weglesen, danke).


Und das Lieblingsmädchen bekam passend zum Loopschal vom letzten Jahr eine Mütze, damit die Kaffeeröster-KukurukukuIndianer-KumbaYaMyLord-Kopfbedeckung von AnnoPief mal abdankt, die zuvor hartnäckig getragen wurde.

Mützenschnitt gerne immer wieder dieser hier *klick*

Euch allen einen schönen Sonntag, liebe Grüße und einen guten Start in die Woche. Nina

Dienstag, 20. November 2012

Upcycling - Dienstag #38

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier.

Falls Ihr in Eurer Sidebar das Logo des Upcycling-Dienstags verwendet, tauscht es bitte aus gegen die neue Version, die Ihr rechts zum Mitnehmen seht. Mir war nicht klar, inwieweit die ursprüngliche Variante möglicherweise Urheberrechte verletzt, darum die Veränderung. Schließlich wollen wir alle unsere Groschen lieber für was Schönes ausgeben ...

(auch neu)

Vor einigen Jahren haben wir mal in einem Haus gelebt, das zu Vorhängen vor den Fenstern einlud und wir hatten - viele. Die schlummern nun seit geraumer Zeit in diversen Kisten, sind hier und hier schon verarbeitet, aber der Fundus ist schier endlos.


Diesmal wieder gefärbt


und Laschenleisten plus Randstreifen abgeschnitten.


Den Stoff in etwa gleich breite Streifen gerissen (Tisch vorher nicht gewischt) (peinlich)


und beidseitig versäubert. Hier in Kontrastfarbe. Die Stoffstreifen vorbereitend nicht aneinander genäht, sondern immer 5cm überlappen lassen und einfach weitergerattert, hält auch.


Wagenrad aufgerollt. Mit dem Garn kann man jetzt nach Belieben weiterverfahren,


hier wurde gestrickt. Es sind 12er Nadeln


und nur 10 Maschen angeschlagen, 2rechts 2links.


Als die gewünschte Länge erreicht war, die Enden zusammengenäht und sich über den neuen Loopschal gefreut.




Seid lieb gegrüßt und habt einen schönen  Tag, ich bin gespannt auf Eure Ideen und freu mich riesig über Euer Interesse. Nina, deren Beitrag zum Creadienstag die Strickerei auch ist.

Freitag, 16. November 2012

Nach BLOGST12

Inzwischen gibt es so viele tolle, lesenswerte und inhaltlich vollständige Beiträge zu BLOGST12, dass die Welt auf meinen nicht gewartet hat. Darum füge ich den Gedanken vor BLOGST und dem hymnischen Spontan-Nachgesang vom Sonntag Abend noch hinzu, was ich de facto mitgenommen habe. Heißt, was ändere, plane oder tue ich wirklich? Was geht mir durch den Kopf, wo es nun schon knapp eine Woche her ist und der erste hormonelle Staub sich gelegt hat?

Seid vorgewarnt, ist viel zu lesen und wenig zu gucken.


Rein rechtlich

Nach dem Vortrag von Christian Solmecke zum Thema "IT-Recht und fleißige Verstöße dagegen in den Social Media" habe ich erst einmal artig gelöscht.  

Zum Beispiel Bilder aus dem Netz, bei denen ich zwar die Quelle angegeben und verlinkt hatte, aber wie wir lernten, halbiert das die Strafsumme nur, sofern man sich nicht vorher die Freigabe zur Veröffentlichung eingeholt hat. Ein Foto konnte durch eine Zeichnung meiner Tochter ersetzt werden, könnt Ihr hier sehen.

Bücher rezensieren ist fein, aber die Cover zu knipsen nicht. Wer nun also ein Buch besprechen möchte und es auch abbilden, braucht die ausdrückliche Genehmigung des Verlages. So schwanden alle Backbücher, die ich am Ende eines Beitrages gerne mal abgelichtet hatte um zu zeigen, wo das Rezept her war. Und nicht nur die ...

Nachtrag: Julia hat als Buchbloggerin in den Kommentaren einen sehr wichtigen und interessanten Link gepostet zu einer Auflistung aller Buchverlage und dessen, was man von dem jeweiligen Verlag bzw. seinen Veröffentlichungen posten darf. Schaut mal hier *klick*. Außerdem erfahrt Ihr mehr über Bildzitate noch hier. Danke, Julia!

Beim Frage-Foto-Freitag hatte ich vereinzelt mit einem abfotografierten Bild aus einem Kinderbuch geantwortet. An diesen Stellen finden sich nun Vermerke, dass dieses Bild gelöscht wurde, denn teilweise sieht man dem Beitrag an, dass etwas fehlt.

Videoclips aus der Tube, auch wenn sie nur profane Lieblingsmusik enthielten, bergen rechtliche Risiken. Wer sie auf seinem Blog einbettet, haftet z.B. gegebenenfalls auch dafür, wenn sie illegal auf die Ausgangsplattform hochgeladen wurden. Damit ist das Label "Musik" hier Geschichte, war eh klein.

Und natürlich das Impressum. Wer wie ich glaubt(e), als kleines Licht ohne kommerzielles Interesse fröhlich anonym vor sich hinbloggen zu dürfen, der irrt. Also auch das. Sehr hilfreich war für Impressum plus Haftungsausschluß der kostenlose Impressumsgenerator.

Der Upcycling-Dienstag hat ein geändertes Logo. Ursprünglich waren darauf Spielzeuge eines Herstellers für Plastikminiaturen zu sehen. Wer weiß, wann der um die Ecke gekommen wäre, um seinen neuen Anbau daraus zu finanzieren, dass auf meinem Nuschen-Blog so dreist Kapital aus seinem geistigen Eigentum geschlagen wurde. Die erste Idee war, es meinen Sohn nachmalen zu lassen,


aber als Katja anbot, sie könne auch mal ihr Glück versuchen, konnte ich nicht "Nee" sagen und bin von ihrem Design total begeistert. Falls hier jemand mitliest, der das ursprüngliche Logo in seiner Sidebar verwendet, bitte tauscht es sicherheitshalber aus.


Das Monetarisieren des Blogs

Die "Arbeitsgruppe Indre" diskutierte am Samstag im Rahmen eines Fishbowl darüber, in welcher Form man Werbung und Blog so kombinieren kann, dass finanziell etwas dabei herumkommt und die Leserinnen nicht verprellt werden. In Indres Beitrag findet man eine schöne Zusammenfassung dazu. Mir gehen im Nachhinein 2 Gedanken durch den Kopf:

Warum reagieren Leserinnen häufig negativ auf die Monetarisierung des Blogs? Die erkannten / genannten Gründe tragen sicherlich dazu bei, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass noch mehr dahinter stecken könnte.
Projizieren wir nicht viel in die Bloggerinnen, die wir gerne lesen? Und kann es mitunter nicht so sein, dass man sogar eine Art von Vertrauen in eine Bloggerin aufbaut, ihre Meinung wertschätzt? Ist es dann nicht tatsächlich menschlich enttäuschend, wenn man ein Posting liest, in dem ellenlang über die schöne neue Mütze des niedlichen Babys, dessen Geburt man selbst seinerzeit virtuell beklatschte, liest und schließlich feststellt, es war alles "nur Werbung", denn die gesponsorte Verlosung folgt am Ende des Beitrags?

Ist es schwieriger, einem weiblichen Publikum die Monetarisierung eines Blogs plus deren Gründe nahezubringen als einem männlichen? Dieser Gedanke kam auf, als es darum ging, dass sich manche Bloggerin mit offen neidischen Anfeindungen auseinandersetzen muß(te).
Ich glaube, dass viele Männer ein Blog erst dann richtig ernst nehmen, wenn auch finanziell etwas dabei herumkommt, sofern sie nicht selber Blogger sind oder sehr nah dran sind an der Frau, die bloggt. Männer messen m.E. eher als Frauen Erfolg an dem, was sich in hard facts ausdrücken läßt.  Aber reagieren dann auch nicht emotional auf eine Monetarisierung, die aus dieser Warte nur eine logische Konsequenz ist, denn so viel Mühe würde man sich doch nicht nur "for the love" geben. Da. Es ist raus. Haut mich ruhig.

Fazit: Sollte ich also jemals mit dem Gedanken spielen, auf irgendeine Weise Geld mit dem Bloggen zu verdienen, würde ich einen einleitenden Beitrag darüber verfassen, in dem ich nicht rechtfertige, sondern informiere, die Werbung generell immer transparent gestalten und ganz sicher nicht, so wie es als Beispiel genannt wurde, für 10 Schleifen einen sponsored Post veröffentlichen. Entweder gratis oder für ordentlich Patte, dazwischen kann nix gehen, wenn ich mir was wert bin. So. Und da sind wir beim nächsten Punkt.


Gedanken zum Selbstwert

Authentizität ist ein wichtiger Faktor beim Bloggen. Nur wenn ich ich bin und das souverän, kann ich Menschen dauerhaft interessieren bzw. -für wen das (schon) gilt- meinen Blog auch als Möglichkeit zum Nebenverdienst /Broterwerb nutzen. Wer von sich selbst nicht überzeugt ist, wird auch niemand anderen überzeugen. Wer seinen eigenen Wert nicht kennt, kann ihn gegenüber potentiellen Investoren o.ä. nicht benennen oder vertreten. Die ehernen Grundgesetze des menschlichen Miteinanders sind da 1:1 auf die Blogwelt zu übertragen.
Auf keinen Fall sollte man unterschätzen, was es bedeutet, einen Blog kontiniuierlich, sorgfältig und abwechslungsreich zu betreiben. Angelika Schwaff ging in ihrem Vortrag zu "Blogs & PR" so weit zu sagen, wir seien alle "Verleger". Damit bin ich noch nicht warmgelaufen, aber das liegt natürlich auch an Art und Umfang meines Blogs.
Viel mehr beschäftigt mich hingegen ihre Darstellung der möglichen Vernetzung der Blogschaffenden untereinander, so geschehen z.B. im von ihr zitierten Reiseblogger-Kollektiv. Und ich? So viele wunderbare Damen kennengelernt und nix draus gemacht? Keine Ahnung. Ich neige zu zwischenmenschlicher Euphorie (oder dem totalen Gegenteil in meinen misanthropen Phasen) und wünsche mir nach BLOGST12 sehr, "wir" stellten gemeinsam etwas auf die Beine. Aber was? Und mit wem? Anybody? :-)
Tatsächlich brodelt es in Sachen Vernetzung bei Facebook ein wenig, ich bin total gespannt, was wirklich vom BLOGSTe übrigblieb, also, ob wir uns im wahren Leben treffen oder virtuell eine Form von Gemeinsamkeit/ gemeinsamer Zielstrebigkeit erschaffen können. 


Der Blog als Marke

Was macht meinen Blog einzigartig? Was verleiht ihm ein Gesicht und dadurch einen Wiedererkennungswert? Virginia Horstmann hat uns eindrucksvoll davon erzählt, wie wichtig es ist, eine Form von Stringenz in den Blog einzubauen, sei es die Sprache, die Bilder, wiederkehrende Symbole oder Initiativen.
Ungeplant ist das hier also schon durch den Upcycling-Dienstag geschehen, der allerdings eher ins Leben gerufen wurde, um die Menschen ein wenig zur Wachsamkeit in Sachen Nachhaltigkeit anzuregen und dafür Ideen zu geben und zu sammeln. Spaß soll es machen, aber im Idealfall auch das Kauf- oder Wegwerfverhalten beeinflussen.
Ansonsten schreibe ich so vor mich hin und finde das für meine Zwecke total ausreichend. Ein interessanter und spannender Vortrag war es dennoch.


Social Media

Als alter Nerd (haha) habe ich zwar einen Facebook-Account, aber der wird nur sporadisch genutzt und mein Blog findet dort nicht statt. Das soll auch so bleiben, die Eltern der Mitschüler meiner Kinder sind mir nicht so nah und doch nicht fern genug, als dass ich da einheitlich vorgehen möchte. Aber dafür gibt es ja jetzt meinen neuen Twitter-Account, der zwar noch ein ziemlicher Friedhof ist, aber der gute Wille zählt. Nicht, dass ich mich kurz fassen wollte - oder könnte. Trotzdem hat es Spaß gemacht, dort während BLOGST zu luschern und vielleicht springt der Funke des Zwitscherns ja noch über.

In dieser Geberlaune wäre auch noch ein Instagram-Account dringewesen, aber mein Smart-Möhrchen respektive sein Betriebssystem ist zu alt dafür. Mein persönlicher Apfel-Fachmann tüftelt noch an einem Masterplan, wie es dennoch gehen mag. 


Das klitzekleine Backbuch

Nach dem Vortrag von Dani am Sonntag Morgen mußte ich ihr Buch haben. Sie hat eigentlich "nur" den Weg zum Blog und dann zum Buch erzählt, aber diese Frau ist so hinreissend, man hätte ihr danach auch eine Melkmaschine abgekauft. Peinlich genug, vorher kannte ich ihren Blog nicht mal. *räusper*

Bilder von Büchern sind ja nun tabu, aber mein erstes Machwerk daraus gibt es zu bestaunen. Hammer. Cakepops. Noch nie gegessen, außer premierenartig bei BLOGST, wo in zu kurzer Zeit deutlich zu viele (liebevoll hergestellt hier) in Muttis Bauch wanderten. Mächtige kleine Scheißerchen. Unsere haben übrigens Hörnchen aus Jelly Beans, das kleine Volk fand sie super.


Weltliches

Auf den Sitzgelegenheiten der BLOGST-Konferenz wurde wieder einmal deutlich, dass ich ohne entsprechende Hilfsmittel schnell "Rücken" bekomme, was nicht wirklich zu ändern, aber zu lindern ist. Also wurde aus der Anleitung eines Schmuckkranzes (Ostern / Advent) unter geringfügiger Abwandlung ein Steißbeinkissen. In Zukunft ist die alte Frau folglich an diesem famosen Untersatz zu erkennen. Wenn sie nicht gerade draufsitzt.


Seid lieb gegrüßt und schaut z.B. mal hier oder hier inklusive Linkliste, wenn Euch inhaltlich oder bildlich die BLOGST Konferenz interessiert. Erwähnt sei überdies die großartige Grafik von Anna von "Novembertomate", seht mal ihr Posting an. Hammer, oder?

Nina, die Euch ein schönes Wochenende wünscht.

Donnerstag, 15. November 2012

Polly

Als Steffi ihre neue Tasche zum ersten Mal auf ihrem Blog zeigte, war ich gleich begeistert, die summte laut und wollte zu mir.

Umso größer die Freude, als ausgerechnet ich Anleitungs-Schwerkapiererin sie probenähen durfte. Nach reiflicher Überlegung und einem Fachgespräch mit jemandem mit mehr Hirnmasse als ich abbekommen hab, lief es auch tatsächlich wie am Schnürchen.

Mir sind 2 Varianten eingefallen, beide relativ schlicht, denn ich finde zwar bunte Taschen super schön, aber bin selber eher der farblose Typ. Oder dezent. Oder langweilig. Oder wie auch immer.

Die Tasche für meine Mutter (die geneigte Leserin mag sich erinnern, es wurde hier angedeutet, noch sei nicht alles präsentierbar, was verschenkt wurde) besteht aus Breitcord in petrol, Staaars-Wachstuch und grauem Wollfilz, der Trageriemen bunter Autogurt in helltürkis, Futterstoff ebenfalls türkise Baumwolle. Die Farbkombination finde ich ganz subjektiv unschlagbar und hätte sie am liebsten selbst behalten ... aber natürlich wurde sie trotzdem gern in liebevolle Hände abgegeben.




Meine Tasche ist aus Filz, dunkelgrau und schwarz, mit Mosaik-Wachstuch in rosalilarotgrau. Statt der Taschenkarabiner, hab ich "richtige" Karabiner genommen und ein Stück von einem alten Ohrring (in den 80ern durften die auf der Schulter aufliegen, meine Güte, hab ich den Brocken echt im Ohr gehabt?) durch den Reißverschluß gezuzzelt. Der Gurt ist wieder bunter Autogurt. Der is aber auch schön!




Auf der Rückseite findet sich 3fach-Paspel und ein wenig Zierrad in Form von Klunker und Monsterknopf. Letzterer birgt das düstere Geheimnis, dass mir die dämliche Paspel wieder aus der Naht gesprungen ist, als alles schon fertig und irreparabel war. Weißte Bescheid.


Liebe Steffi, tausend Dank für Dein Vertrauen in meine Nähkünste, es war mir ein Fest, diese schöne Tasche probezunähen. Das Ebook zu Polly gibt es ab heute bei Farbenmix. Dort wird heute übrigens Geburtstag gefeiert und ich gratuliere von Herzen. Auch für mich wart Ihr die Initialzündung, mich mehr mit dem Nähen zu beschäftigen und dafür bedanke ich mich garnicht oft genug.

Liebe Grüße von Nina und einen schönen Tag für Euch.

Dienstag, 13. November 2012

Upcycling - Dienstag #37

Hier sammeln wir jeden Dienstag Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.
 
Hinterlasst einen Kommentar und den Link zu Eurem Werk, ob groß oder klein, von wann auch immer es ist. Wer kein Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder hier


Diese Woche wurden Kaffeekapseln verarbeitet. Im Urlaub waren sie in der Küche vorrätig und dort sind auch die Bilder des Ausweide-Vorgangs entstanden. Außerdem haben inzwischen 2 liebe Menschen für mich gesammelt - danke!


Das Siebchen ist weich und dreht man einmal ein scharfes Messer rundum, hat man den meisten Kaffee schon draußen plus die Siebchenfetzen am Rand beseitigt.



Kapseln ausgewaschen und abgetrocknet, danach mit einem Trinkglas geplättet.


Ganz flach sind sie dann aber noch nicht, darum noch einen mit dem Hammer drübergegeben. Fertig zur weiteren Verarbeitung!

  
Aus einem Bettlaken und einer alten Kissenfüllung einen Kranz genäht. Dafür diese Anleitung bemüht, mit Logik ist ja hier nicht viel.


Mit Hilfe von Stecknadeln A und B zusammengeführt. Kleben hielt nicht und die Versuche des Festnähens waren zäh und traurig.

Alterfalter, ist das häßlich.


Den Farbflash etwas abgemildert mit silbernem Sprühlack. Immer noch fürchterlich.


In den Kisten auf dem bösen Dachboden verwesende Window-Color Flaschen hervorgekramt und ein bisschen Freestyle drauf herum verteilt. 


Kerzenhalter reingestülpt. Trübe Kerzen bunt angezogen. Die entblättern sich natürlich wieder, wenn sie angezündet werden, keine Sorge.



Von "schön" deutlich entfernt, da setze ich auf das schummerige Licht in der Vorweihnachtszeit plus reichlich Tannengrün, aber immerhin gefühlte 4.000.000 Kaffeekapseln vor dem sicheren Ende bewahrt. Artenschutz fast! Außerdem ist es wohl das erste Jahr, in dem der Adventskranz nicht auf den letzten Drücker rangeschafft wird. Dat kommt allet auf die Haben-Seite. Gepriesen sei der Upcycling-Dienstag.


Ganz liebe Grüße an Euch, einen wunderschönen Tag. Zeigt her, was Euch eingefallen ist, ich freu mich enorm. Nina, deren Beitrag zum Creadienstag diese Werkelei auch ist.