Samstag, 1. Juni 2013

Berlin mit Street Art und The Hive

Letzte Woche waren wir für ein paar Tage in Berlin, animiert durch die Teilnahme an "The Hive" haben wir noch 2 Tage drumherum gebaut und ein wenig die große Stadt genossen. Mein Highlight war eine alternative Stadtführung durch Kreuzberg und Friedrichshain zu verschiedenen Street Art-Arbeiten inklusive einiger Hintergrundinformationen dazu, wie sie entstanden sind, welche Künstler sie erschufen, was sie bedeuten etc.

Friedrichshain

Von Victor Ash, gesehen in Kreuzberg

In Friedrichshain, Blick vom Außen- ins Innengelände.

Von Os Gêmeos, gesehen in Kreuzberg

Von Blu, ebenfalls in Kreuzberg

Friedrichshain

Von Roa, gesehen in Kreuzberg

Im Anschluß gab es einen Workshop in Lichterfelde, bei dem wir kurz und knackig instruiert wurden, wie man sein eigenes Kunstwerk aufbauen kann, mit dem Skalpell unsere Motive zuschnitten und dann munter mit Leinwand, Spraydosen, jeder Menge Verfremdungsobjekten (Matten, Siebe und so weiter) selbst eins anfertigen durften.

Treppenaufgang zum Workshop


Also, das war hochbefriedigendes Werkeln, kann ich nicht anders sagen, mein Ergebnis hab ich total ins Herz geschlossen und denkt, was Ihr wollt, aber hinterlaßt mir dazu keine bösen Kommentare, bitte. :-)

Leinwand vorher.


Leinwand nachher.


Samstag und Sonntag fand dann "The Hive" statt, wozu die meisten von Euch sicherlich schon das ein oder andere gelesen haben. Auf anderen Blogs wurde eigentlich auch genug geschildert, mir ist nicht danach, eine detailgenaue Nachlese zu schreiben. Im Großen und Ganzen läßt sich sagen, es hat mir nicht gefallen.

Das liegt überhaupt nicht an der Konferenz selber, denn ich fuhr ohne inhaltliche Erwartung dorthin, hatte lediglich Lust, ein paar Leute zu treffen, nett zu plaudern und im Idealfall sogar ein bisschen Input per Vortrag oder Workshop mitzunehmen. Eigentlich eine luxuriöse Ausgangsposition.

Die Organisation hat sicherlich noch ein paar Kinderkrankheiten, aber nach meinem persönlichen Dafürhalten ist das nichts, was man nicht mit ein paar mehr helfenden Händen und der konstruktiven Auswertung des Ablaufes dieses Jahres gut in den Griff bekommen kann.

Mein Problem war ich selbst, denn ich fühlte mich schlichtweg nicht wohl dort. Das lag woran auch immer, ließ sich aber am Samstag überhaupt nicht beheben und Sonntag nur punktuell. So kamen kaum Gespräche in einen schönen Fluß, weil ich so blockiert und eckig war. Klar, so eine Ausstrahlung hat man dann auch und möchte am liebsten auf den Arm, wirkt aber abweisend, desinteressiert, oberflächlich, langweilig oder was auch immer. Klingt das selbstmitleidig? Soll es nicht, eher überfordert und ein bisschen sauer darauf, eine solche Möglichkeit überhaupt nicht genutzt zu haben.

Schön war der Samstag Abend vor der Hotel-Lobby-Glotze mit Mann, kleinstem Kind und einer Flasche Bier, obwohl der Verein meiner Wahl nicht gewonnen hat. Schön war auch, Jessica, Anni und Heike kennenzulernen und besonders die Präsentationen von Tina Fussell und Freunde von Freunden haben mir sehr gefallen. Schön war das Wiedersehen mit mir liebgewordenen Bloggerinnen, denen ich in meinem eigenartigen Zustand vermutlich aber nicht recht zeigen konnte, dass ich mich wirklich auf sie gefreut hatte.

Nun denn, Ihr Lieben, da werd ich an mir noch arbeiten müssen, aber jeder Tag ist neu und besser machen geht immer. Das Wort zum Sonntag :-)

Seid herzlich gegrüßt, habt es schön und genießt ein wunderbares Wochenende. Nina

Kommentare:

  1. In Berlin war ich noch nie, aber es ist sehr beliebt in "meinen Kreisen". Danke für den Tip mit der alternativen Stadtführung. Schönes Wochenende. Regula

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  2. Liebe Nina,
    das Gefühl, irgendwie "eckig" zu sein, kenne ich auch. Blöd, wenn man sich alles anders vorgestellt hat. Die Stadtführung klingt wirklich super! Wahnsinn, dass ihr dann auch ausprobieren konntet. Das wollte ich auch schon immer mal! Dein Bild finde ich auch toll! Wenn wir noch mal nach Berlin kommen, werde ich das auf jeden Fall auch einplanen!
    Liebe kugelige Grüße! Sonja

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  3. Guten Morgen!
    Vor einiger Zeit habe ich mal ein Video zugeschickt bekommen, wenn ich es wiederfinde, stell ich es für Dich ins Netz: Ganz tolle Fassadenbilder, man konnte sie zum Teil nicht von der realen Umgebung unterscheiden.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Petra

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  4. Du hast dich halt gefühl wie dein gezauberter Fisch. Ich kenn das!! Man freut sich schon eine ganze Zeit und dann, Luft raus und man mag sich selber nicht mehr. Und wenn alles dann vorbei ist, läuft es wieder rund! That's life!!
    Liebe Grüße an die
    wieder runde (nicht körperlich)
    Nina
    P:S: Die Hausbilder sind traumhaft. Und das alles in dieser Größe umzusetzten. Wahnsinn!!!

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  5. Liebe Nina, warum sollte es böse Kommentare zu deinem Workshop-Ergebnis geben? Schaut doch stark aus! Man sieht, dass du mit Freude dabei warst!
    Liebste Grüße und dir auch ein wunderbares Wochenende,
    Susann

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  6. Also Dein Kunstwerk finde ich gut gelungen. Kann man nicht meckern.

    Was die Konferenz angeht: das passiert. Ich finde diese Art von Konferenzen oft einerseits zu steril und hochgestochen, andererseits zu unorganisiert. Also beides gleichzeitig. Eine ultimative Lösung des Problems habe ich auch noch nicht gefunden.

    LG
    neko

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  7. Meine liebe Nina.
    *rübergehtundindenArmnimmt*
    Seelenschwester.
    Ich musste ein bißchen mit Gänsehaut kichern als ich deinen Post gelesen habe. Blockiert und eckig auf den Arm möchte ich auch oft unter Unbekannten, und das zu Recht, denn in der Öffentlichkeit, zumal der unbekannten Öffentlichkeit benehme ich mich zuverlässig ziemlich dämlich und unangenehm.Da bleibe ich lieber beim Bloggen und lese, was andere von solchen Treffen berichten :-)
    Wie immer hast du es wunderbar treffend ausgedrückt!
    Liebe Grüße und Hab einen schönen Sonntag!

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  8. Ich kann gut verstehen, was du das von dir und dem sich-nicht-wohlfühlen bei the hive schreibst. Wahrscheinlich schwingt doch bei so einer Veranstaltung auch mit, die unausgesprochene Erwartungshaltung, "wir-sind-alle-eins" und man müsste dort voll mitmischen. Man nimmt sich allerdings überall selbst mit hin und manchmal ist man eben nicht so offen.
    Ich habe das gerade bei einer anderen nicht vergleichbaren Veranstaltung, dem Kirchentag in HH erlebt. Dort stand ich "hölzern" rum und habe mich gefragt, was ich da mache. Jetzt weiß ich, dass das nichts für mich ist. Lg Heike

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  9. Manchmal ist man eben eckig und sperrig, das ist einfach so. Abhaken, weitermachen.
    Danke für den schönen Streetart-Rundgang und ich finde, dein Kampffisch mit Kläffschallwellen passt perfekt zu den Stimmung, die Du beschreibst. Ausdrucksindoorstreetart. Manchmal ist einem eben mehr nach Kläffen, auch wenn man eigentlich auf den Arm will. Frauen sind manchmal paradox und unlogisch, das muss man nicht ausdiskutieren.
    Mit virtueller Umärmelung - Katja

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  10. ...mensch Schätzeken, hättest mich doch angerufen, ich hätte dir fließende Regieanweisungen geflüstert ;o)!Och mensch, wir stehen uns alle doch mal irgendwie selbst im Weg...hat dich das dann eben an dem Wochenende getroffen...das nächste mal wird anders, bestimmt ;o)!Der workshop scheint genial gewesen zu sein und die Stadtrundführung auch, das freut mich für dich ;o)!Drücke dich feste, deine Petie ♥

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  11. Hallo Nina. Also eckig kamst du mir überhaupt nicht vor ;) sondern sehr nett und offen. War schön dich dort zu treffen. Viele Grüße
    Jessica

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  12. Ach Nina, da sind wir so im Gespräch über unrundes Auf-den-Arm-wollen versumpft, dass du mir gar nix von deinem tollen Workshop erzählt hast, geschweige denn von dieser ultragalaktischguten Stadtführung ... die sollte ich mal mit meinen Jungs machen, wenn wir im Sommerurlaub vielleicht einen Tag nach Berlin fahren. Denn ich liebe Graffitis und die Jungs wollten unbedingt mal ein eigenes herstellen. Ich ruf dich diesbezüglich auf jeden Fall mal an.

    Die Aussage, dass wir nix Schlechtes über dein Kunstwerk schreiben sollen, erübrigt sich - es ist nämlich megageil (auweia, ein solches Wort aus) meinem Mund ...
    Ja, das will ich auch mal machen! (Und den Jungs zeig ich das lieber gar nicht erst!)

    Ich glaube übrigens nicht, dass es nur an deinem sich-ein-bisschen-selber-im-Weg-stehen gelegen hat, das nicht ganz so fluffig verlaufene Wochenende. Und selbst wenn ... manchmal ist das so.

    So, ich bin dann mal wieder weg, meine Reißleinenpause tut gut, hab innerhalb des Wochenendes mein Zimmer komplett umgeräumt, so dass ich jetzt ein echtes Musizier-Arbeits-Schlafzimmer habe und nur noch Tonnen von Recyclematerial verstaut bekommen muss :-)

    Liebste Grüße

    Katja

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  13. Liebe Nina, Du hast einen StreetArt Workshop gemacht. Entschuldige, aber dahinter scheint mir jede Ecke und Kante, die dich so einzigartig macht, völlig in den Hintergrund getreten zu sein. Ich bin neidisch. Schöne Woche! Britta

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  14. *Klatschab* - Schade dass zwischen unseren zwei Berlinbesuchen eine Woche Platz war - ich hätte Dich so gerne wieder mal getroffen!

    Und wart mal das nächste Bloggertreffen ab - dann muntere ich Dich im Schlechtlaunefall schon auf - wirste sehen! :o)

    Ich drück Dich und schicke Dir ganz viel Sonne von hier oben,
    Renaade

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  15. Ach Nina, dein Kommentar hat mir gerade absolut den Tag erhellt! :)
    Lass dir gesagt sein, dass du kein bisschen eckig oder kantig rübergekommen bist, sondern als wunderbar sympathische Person! Ich hab' mich wirklich gefreut dich kennenzulernen und unsere erste (Hüpfobst-)Begegnung bleibt unvergesslich! ;)

    Der Fisch kriegt hoffentlich einen Ehrenplatz, den finde ich nämlich klasse!
    Alles Liebe!
    Anni

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