Sonntag, 1. Dezember 2013

Butternut-Kürbis mit Berberitzen in den Varianten Beilage und Hauptgericht

Anleitungen oder Koch-Rezepten zu folgen ist eine meiner eher dunklen Seiten. Und dabei würde ich so gerne z.B. indisch oder persisch kochen lernen, aber wie? Davon mal abgesehen, dass in mir natürlich eine Profischneiderin schlummert, es liegt das Ausbleiben des Weltruhms nur an den nicht nachvollziehbaren Instruktionen. *mööp*

Genug geschwafelt, heute wird der Spieß umgedreht und Ihr bekommt ein Rezept von mir, das wie immer aus der Lameng entstand und mir zumindest ganz hervorragend geschmeckt hat. Ganz sicher gibt es das hier jetzt öfter und wie gut, die Pfanne ist noch halbvoll, morgen wartet das feine Gericht noch einmal auf die Mutti.

Was den Geschmack so außergewöhnlich macht, sind die Berberitzen. Ich kannte sie aus der persischen Küche, Reis mit Berberitzen ist eines meiner Hochlichter, am liebsten mit Butter und Sumach. Sie schmecken säuerlich, enthalten viel Vitamin C und man bekommt sie entweder online, an Marktständen mit Trockenfrüchten oder in orientalischen Lebensmittelgeschäften.


Ihr braucht:

1/2 Butternut - Kürbis
1-2 Handvoll Berberitzen
2-3 kleine Zwiebeln
2-4 Knoblauchzehen
Olivenöl
Kokosmilch
Rosmarinsalz
schwarzer Pfeffer
Cayenne-Pfeffer
Paprika
Kümmel
Muskatnuss


Olivenöl bodenbedeckend in eine Pfanne geben, den halben Butternut schälen und stifteln und mit den gewürfelten Zwiebeln, zerdrücktem Knoblauch, Berberitzen und Gewürzen scharf anbraten. Es dauert ein bisschen, bis der Butternut weich genug ist. Paprika und Muskat sind übrigens großzügig drin, Kümmel nur ein bißchen und Salz plus die beiden Pfeffersorten so mittelviel. Sorry, besser geht es nicht, ist halt nach Gefühl zubereitet.


Zum Schluß mit einer halben Büchse Kokosmilch abgelöscht und nochmal 1-2 Minuten brodeln lassen. Damit wäre eine köstliche Beilage schon fertig. 


Will man ein sättigendes Hauptgericht draus machen, empfiehlt sich die Beigabe von vorgekochten Kartoffeln und ebensolchem Rosenkohl (kann man auch weglassen) plus des restlichen Inhaltes der Kokosmilch-Büchse. Alles gut miteinander köcheln lassen, am besten mindestens 5 Minuten, damit die Aromen überall ankommen. Je länger desto matschiger, was mir nichts macht, aber das ist sicherlich eine individuelle Frage.


Guten Appetit.

Und beste Grüße von Nina, habt ein wunderschönes restliches Wochenende und einen ebensolchen 1. Advent.

Mein Beitrag wird übrigens am Montag Katjas Montags-Schleckereien beehren.

Kommentare:

  1. Liebe Nina, das ist ein Gericht, das mich sofort anspricht - weil ich einfach alle Zutaten mag, wenn ich auch die Berberitzen noch nie mit Kürbis kombiniert habe. Aber alles was man braucht dazu hab ich da, also wird der geplante Rosenkohl und der Kürbis heute wohl orientalischer ausfallen (als es sich der Sohn wünscht vor allem. ;-)) udn nicht vom Blech kommen.

    Herzlich, Katja

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  2. Liebe Nina,
    hmmm, das klingt nach einem Rezept für mich. Ich werde mich einmal um die Berberitzen kümmern. :-)
    Dir auch einen schönen Advent.
    Bis Dienstag.
    LG
    Sissi

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  3. das klingt so fein! wo bekomm ich nur berberitzen her?...
    lieben gruß und einen feinen 1. advent!
    dania

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  4. Das klingt toll, liebe Nina und sieht irgendwie ganz fröhlich - bunt aus, Deine Mahlzeit!

    Herzliche Sonntagsgrüße,
    Sabine

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  5. Danke für das Rezept, ich hab noch Kohlsprossen im Garten, ich werde es nächste Woche probieren. Deine Fotos sind sehr einladend,
    Liebe Grüße, Brigitte

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  6. Boah, sieht das super aus! Ich vermute, ich habe noch nie Berberitzen gegessen - das muss ich nachholen. Meinst du, es macht einen Unterschied welchen Kürbis ich nehme? Ginge auch Hokkaido?
    Liebste Grüße von Steffi

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  7. Ähm, wo krieg ich jetzt bloß ganz schnell Berberitzen her???
    *mööp* - Ich liebe dieses Wort! Danke dafür!
    Liebe Grüße
    Christiane

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  8. Gehört habe ich schon mal von Berberitzen. Aber daß man sie essen kann und sie auch noch lecker schmecken wußte ich nicht. Gleich am frühen Morgen wieder was dazugelernt!
    Liebe Grüße
    und eine schöne Woche!
    Suse

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  9. Ich freu mich wie bolle ob der Option, den Rosenkohl weglassen zu dürfen, denn damit kann man in dem unseren Hause nicht nur die Kinder jagen. Immer wieder probiert und immer wieder für meine Person als ungenießbar befunden, was nicht oft vorkommt in der Küche.
    So und ansonsten, vielen Dank, jetzt muss ich hier noch ein orientalisches Geschäft ausfindig machen. Prima!
    Ich wäre Ihnen zu tiefstem Dank verpflichtet, wenn die Aufgaben in der Vorweihnachtszeit etwas weniger geografisch und zeitlich anspruchsvoll sein könnten.
    Was den nachweihnachtlichen Beisammenseinsstatus angeht, möge sie mir eine Telefonnummer herrüberreichen, anscheinend muss ich der Sache mal etwas Nachdruck verleihen :-)

    Eine dicke Umrämelung aus dem frühlingshaften Dezemberdresden schicke ich zu Ihnen junge Frau und mache mich geschwinde an unliebsame Tätigkeiten wie Wäschebändigen und Tischplattenzursichtbarkeitverhelfen. Und so.

    Hoch die Tassen!

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  10. Liebe Nina, an fruchtig saure Berberitzen im Reis erinnere ich mich. Das hat mir seinerzeit sehr gemundet. Ich werde mal Ausschau halten und welche besorgen. Schliesslich ist Reis etwas von dem Einen, was hier beim Kinde gerade gut ankommt. An Rezepte kann ich mich auch schwer halten, weswegen ich Deine Mengenangaben aus dem Handgelenk gut nachvollziehen kann. Ich erinnere mich aber auch an ähnliche Angaben für die mütterlichen Hausrezepte für mich als Kochanfängerin. Der Groschen fällt dann eben erst, wenn man vor dem Topfe steht. Vielleicht auch erst beim Essen, aber dann klappt's eben beim nächsten Mal ;-) Anbei noch ein paar Zeilen von mir drüben hierher getragen. Es ging um den Baum:

    Liebe Nina, gestern abend noch, landete selbiger Baum in Großformat zum Ausmalen in meinem Postfach. Dania hatte wohl Sorge... ;-) Heute morgen lag er auf dem Küchentisch und noch bevor ich aufstehen konnte, ward er bemalt und beglitzert... Und um die Adventspost mach Dir mal keine Sorgen ;-)... Herzlich, Marja

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  11. Was für ein tolles Rezept, für das ich, einschließlich der Berberitzen, alles im Hause habe. Das muss ich unbedingt ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  12. Vielleicht würde ich mich mit dieser Kombination auch mal wieder an Rosenkohl wagen. :-) Mit dem stehe ich etwas auf Kriegsfuß. :) Berberitzen- schon oft gehört, aber noch nie gesehen. Mal schauen, ob ich die bei uns in der Provinz finde.
    Liebe Grüße!

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  13. Berberitzen habe ich noch nie probiert/benutzt/gekauft. Rosenkohl ist ja so gar net meins, also zumindest pur nicht. Mit Kürbis wärs vielleicht ein Versuch wert.

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  14. klingt unglaublich köstlich! danke für die kulinarische inspiration ;-)
    jetzt gleich mal schauen, ob ich irgendwo berberitzen ergattern kann!
    herzlichste grüße & wünsche an dich
    amy

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  15. Klingt sagenhaft lecker. Rosenkohl mit Frucht überhaupt - hab ich noch nie probiert, wird aber demnächst getestet! Danke ...

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  16. Liebe Nina, Berberitzen kenne ich nur aus dem Garten und von Bibi Blocksberg ;) aber Kürbis und Rosenkohl mag ich beides sehr, nur noch nie in der Kombination probiert. Sieht auf jeden Fall lecker aus!
    Heute kam Deine Adventspost an und meine machte sich auf den Weg, damit sie am 6. sicher da ist!
    LG und ich freue mich auf morgen,
    von Annette

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  17. Berberitzen kenne ich überhaupt nicht, aber das Rezept für die Beilage hört sich superlecker an. Nur würde ich nie mit nur einem halben Butternut anfangen ;) LG Rebekka

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  18. gerade habe ich mal go....le zu berberitzen befragt....warum nur habe ich davon noch nie gehört geschweige denn das probiert?????
    das wird sich jetzt bald ändern. danke fürs teilen.
    lg mickey

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  19. Um Himmelswillen: Rosenkohl! Uaaaahhhhhh...
    Aber endlich ein Butternußkürbisrezept. Großartig. Ich kam unlängst erstmalig in den Genuß dieses wunderbar aromatischen Gewächses und suche seit dem nach passenden Rezepten. Dein Rezept werde ich mal am Wochenende mit Gnocchi ausprobieren. Danke dafür und sei gedrückt!

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