Samstag, 1. Februar 2014

Short Stories #2 - Freundschaft

Über Freundschaft (das Februarthema von Bine und Andrea) zu schreiben, ist mir gerade holperig. Ein wichtiges und auch schönes Thema, keine Frage, aber in diesen Wust von Gedanken und Gefühlen eine Struktur zu bringen, so dass es außer mir jemand versteht (tu ich das überhaupt?), scheint herausfordernd und ob zu meistern, wird sich zeigen. Sicherlich nicht im Rahmen eines Beitrages über meine beste Freundin und mich, wie wir auf Einhörnern unter dem Regenbogen hindurchreiten, auch wenn es schön gewesen wäre.

Freundschaften sind thematisch und gelebt einer der roten Fäden meines Lebens. Damit ist nicht die Zugehörigkeit zu einer Gruppe gemeint, sondern der 1:1-Kontakt zu Menschen beiderlei Geschlechts. 
Früher schien es wichtig "dazu zu gehören", aber das hab ich nie geschafft. Also zu einer Clique, in der Schule, einem Klüngel, wie auch immer. Witzig, egal wen man fragt, fast jeder empfindet das für sich genau so. Dieses latente Gefühl der Einsamkeit, des Nicht-Genügens, der fehlenden Fähigkeit sich einzulassen oder mitzuschwingen, im Rückblick nicht mehr so elementar, aber währenddessen teilweise schmerzhaft. Ich genüge nicht, ich kann es nicht, die mögen mich nicht wirklich, egal, was ich tue.

Wie schon gesagt, 1:1 klappt das besser, bis heute. In großen Gruppen hänge ich sehr von meiner Tagesform und der Chemie, der Atmosphäre ab. War z.B. Blogst eine Veranstaltung, die mein Herz froh machte und mir ein Gefühl gab, von liebenswerter Gesellschaft umgeben zu sein, präsentierte es sich bei The Hive genau gegenteilig. Einsame Sache, das.

Mein Leben verlief in Abschnitten. In jedem dieser Abschnitte haben Menschen eine tragende Rolle gespielt. Manche hatten einen Gastauftritt, manche sind über eine lange Zeit geblieben, manche immer noch da. 

Seit meine Kinder auf der Welt sind und wir eine jahrelange gesundheitliche Dürrephase erleben mußten, hat sich viel verändert. Viele Menschen, Freunde und Bekannte, sind gegangen. Auch das ist ein natürlicher Verlauf, auch wenn er schmerzt. Nach dem, was passiert und wie wir leben, verändern wir uns und das kann zu Lasten der Harmonie gehen. Zu Lasten des Bedürfnisses, Kontakt mit jemandem haben zu wollen. 
Das ist übrigens eine beidseitige Geschichte, für den Außenstehenden wird man langweilig und deprimierend, wenn es Jahr um Jahr immer um dasselbe Thema geht und die Leichtigkeit und Begeisterungsfähigkeit im Gegenüber verloren scheint. Der betroffene Mensch hat nicht mehr viel Kraft und Horizont, um andere mitzutragen, wenig Interesse an scheinbar belanglosen Dingen und bringt sich nicht mehr in gewohnter Form in die Abläufe z.B. einer Freundin ein. Und so verliert man sich.

Krankheit ist isolierend, da braucht man sich nichts vorzumachen. Und niemandem zu wünschen.

Aber das Leben ist dankenswerterweise abwechslungsreich und voller auch schöner Überraschungen und so sieht es heute wieder ganz anders aus, sorgenfreier, entspannter, froher. Es sind andere Themen peu à peu mehr in den Vordergrund getreten und mit ihnen wieder neue Menschen. Demütig macht einen das.

Das Bloggen, ja, so banal es klingt, hat mir viel meiner sozialen Isolation nehmen können. Der Austausch, sei er geschrieben oder gesprochen, ist ein wertvolles Geschenk. Dabei ist nicht wichtig, ob die Kontakte sich in wahre Offline-Freundschaften entwickelt haben oder eher oberflächlich sind. Die Vielseitigkeit der Personen und ihre Freundlichkeit, die tun sehr gut. Und ich bin sehr dankbar dafür.

Freundschaft bedeutet mir, für andere da zu sein, egal, wie es ihnen geht. Es ist mir wichtig, Menschen so stehen lassen zu können, wie sie sind, auch wenn man einen Blick in ihre weniger charmanten Bereiche werfen durfte. 
Tatsächlich ist es stressfreier, schnell zu wissen, wo bei jemandem der Haken ist, den jeder natürlich hat, dann kann man sich drauf einstellen und wird nicht unangenehm überrascht. Aber den Wunsch, mein Gegenüber verändern zu wollen, den hab ich nicht mehr. Umgekehrt hat das Leben aus mir gemacht, wer ich bin, mit allem, was dazu gehört. Das ist aus der Nähe betrachtet auch manchmal ein eher unappetitliches Häppchen und eine Blaupause davon selbst mir kein erstrebenswertes Gegenüber. Das kryptische Geschreibsel soll bedeuten, von Perfektion sind wir alle weit entfernt und diesen Anspruch leiste ich mir anderen gegenüber schon lange nicht mehr.

Ein Dankeschön möchte ich sagen. An die vielen wunderbaren Menschen, die es ganz unterschiedlich lang in meinem Leben gibt. Es ist ein Segen, nicht allein zu sein. Und Ihr seid mir lieb und teuer, ob ich es zeige oder stumpf davon ausgehe, dass Ihr das wißt. Fühlt Euch angesprochen.

Nina


Kommentare:

  1. Liebe Nina,
    wie auch schon dein erster Beitrag, gefällt mir auch dieser wieder sehr gut. Dein Schreibstil ist einfach toll! Freue mich auf weitere Short Stories.
    LG Janine

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  2. wunderbar geschrieben, mehr muss ich gar nicht tippen...
    LG von der Maus

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  3. Wie wunderschön du geschrieben hast, ich bin richtig gerührt! Ein ganz toller, zu Herzen gehender Text.
    liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Dani

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  4. Du bist für diese Menschen da, das schaffst du super - merke ich ja gerade. Drück dich an mein Herz

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  5. Liebe Nina
    Das hast du sehr schön und einfühlsam geschrieben. Ein schöner Beitrag!
    Überhaupt ein interessantes Thema, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Auf jeden Fall werde ich jetzt nach diesem Kommentar das Internet verlassen und eine Freundin anrufen, bei der ich mich schon sehr lange melden wollte...
    Liebe Grüsse
    sarah

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  6. LIebe Nina,
    ich danke dir für diesen offenen und einfühlsamen Umgang mit dem Thema. "Zugehörigkeit" - das ist, denke ich, ein ganz großer Wunsch von uns Menschen. Zugehörigkeit vermittelt die sichere Basis, auf der wir uns entwickeln und entfalten können, sie ist der Boden auf dem wir unser Leben tanzen. Wenn man älter wird, begreift man, was du schreibst, dass Freundschaften uns begleiten, aber eben auch mit eigenen Entwicklungsphasen enden und neu beginnen. Ich kann das heute eher akzeptieren, wenn Freunde den Kontakt nicht mehr halten können, weil mein Leben anders verlief, als sie es gewohnt waren. Auch das ist Freundschaft, jemanden in Freundschaft ziehen zu lassen. - die Bloggerei ist ein schöner Weg, seine Neugier auf Menschen am Leben zu halten und manchmal, welch ein Geschenk, ereignen sich tiefe Begegnungen, zwischen Menschen, die sich wohl ohne dieses Medium nicht begegnet wären.
    Ich grüße dich ganz herzlich, sei gedrückt, JULE

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  7. Tiefgründige Worte, die mich zwischen den Zeilen lesen lassen. Gefällt mir sehr! Freu mich auf Dich im März, drück Dich, Mona

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  8. ...das hast du wunderbar und anrührend auf den punkt gebracht :-*
    sei lieb umarmt du wundervoller mensch

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  9. Ach, mein Schätzeken ;o), ich bin zutiefst berührt ;o)! Und unendlich froh und Dankbar, dass ich dich kennenlernen durfte ;o)! Und wenn wir Beide auch oft vom Alltag verschluckt werden, so dass wenig Zeit für öfteren Kontakt bleibt und auch wenn uns sowas von vielen Kilometern trennen und auch wenn ich über alles die Farben "Rosa und hellblau" liebe und du das elegante "Schwarz" vorziehst ;o) und wenn es da auch noch ganz viele andere Sachen gibt , die uns auf den ersten Blick voneinander unterscheiden ;o) , so weiß ich doch ganz,ganz genau : Du verstehst mich und ich verstehe dich, du wirst für mich da sein, wenn ich dich brauche und ich werde da sein für dich ;o)! Ich brauche mich bei dir nicht zu verstellen und kann auch echt mal doofe Sachen "vom Stapel lassen " ;o) , denn du gibst einem das Gefühl, dass man bei dir Willkommen ist,ganz genauso wie man ist ;o)! So, jetzt aber genuch ,sonst werde ich hier noch in allerhöhster Form sentimental, lasse meine Familie sitzen und steige in den nächsten Zug ;o)! Ich drücke dich feste ! Deine Petie ♥

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  10. Oh, liebe Nina! Wie wahr, wie wahr! Du sprichst mir aus dem Herzen! Ich bin sehr froh, dich durch das Bloggen kennengelernt zu haben :-) ! Liebe Grüße, bis hoffentlich bald mal wieder von Angesicht-zu-Angesicht! Frauke

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  11. Liebe Nina,

    das hast du sehr schön geschrieben. Ich kann das alles nur so untersteichen und dir Recht. Niemand ist perfekt, wir sollten einfach das Beste aus unserem Miteinander machen.

    Fühl dich gedrückt.

    Liebe Grüße, Carmen

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  12. Liebe Nina, das hast du sehr schön beschrieben...Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass sich Freundschaften verändern, wenn man Familie hat...manchmal auch, wenn man dann mit dem Partner der Freundin nicht so wirklich harmoniert...und wenn man sich durch den eigenen Partner ebenfalls verändert...ja, wenn das Leben einen verändert...LG Lotta.

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  13. Mit Tiefgang und viel Gefühl geschrieben

    LG
    Julia

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  14. Liebe Nina,
    hätte ich einen Wortschatz wie Du und könnte so wunderbar mit selbigen umgehen dann könnte dieser Beitrag fast von mir sein.
    Staunend habe ich gelesen und fühlte mich erkannt.
    Das ist ja spannend,,,,,
    Ja, Krankheit isoliert aber es schenkt auch Erfahrungen und Erkenntnisse die man sonst so nie erfahren würde.
    Hat also alles irgendwie seinen Grund und Sinn.
    Ein Dankeschön an Dich für deine tollen Worte.

    Liebste Grüße von Annette

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  15. Eine wunderbare Short Stories... so viele persönliche Gedanken in so schöne Wörter gepackt! Danke, das Du mitgemacht hast, Nina!
    GLG Bine

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  16. Liebe Nina,
    ein sehr schöner Beitrag, der zum Nachdenken anregt.
    Mir fiel am Schluß spontan ein Spruch ein, den ich als sehr wahr empfinde:
    Ein wahrer Freund ist jemand der dich genau kennt - und trotzdem liebt.

    GlG
    Susi

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  17. hach liebste nina, toll geschrieben. in vielen zeilen finde ich mich wieder... und ich bin gespannt wie sich freundschaften verändern, wenn erstmal der Krümel da ist... huiuiui...

    mit ein bißchen pippi inne augen und die allerliebsten grüße
    jules

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  18. ach nina, du gute ;-), fühl dich sehr gedrückt! lieben gruß ghislana

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  19. das hast du wundervoll geschrieben. ich kann so viel davon nachvollziehen, unterstreichen oder genauso aufschreiben, toll. danke!

    sei lieb gegrüßt

    halitha

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  20. Liebe Nina,
    das ist eine sehr ergreifende Storie über deine Ansicht und Erfahrung mit Freundschaften. Ich bin bewegt und mache mir Gedanken dazu was du geschrieben hast. Schön das es dich und deine Geschichte gibt. Lieben Gruß Steffi

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  21. Nina, du Liebe, Gute, du hast ein so großes Herz und so viel zu geben, dass es mich schmerzt zu lesen, wie schwer es dir lange gemacht wurde und wie schwer du es dir vielleicht auch manchmal gemacht hast. Immer wieder stelle ich fest, dass es gerade die besonderen, die besonders guten Kinder sind, die isoliert werden. Vielleicht müssen Gruppen nicht nur die ausstoßen, die nach unten ausschlagen, sondern auch die, die das nach oben tun, um ihre Homogenität zu wahren. Wie schön, dass das Bloggerland diese Grenzen sprengen und helfen kann, Menschen zu erkennen. Und wie schön, dass es dich gibt.

    Sei umarmt, Katja

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  22. berührend, schön, wahrhaftig... danke!
    herzlichste grüße & wünsche an dich ;-)
    amy

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  23. Liebe Freundin,
    wie sehr ich mich in Deinen Worte wieder finde ist auch ein Zeichen dafür, wie nah wir uns tatsächlich sind. Freundschaften berechnen sich nicht nach Anzahl der Treffen oder Dauerhaftigkeit des Kontaktes. Echte Freundschaften berechnen sich nach seelischer und geistiger Nähe. Danach wie viel man sich auch nach langer Funkstille noch oder wieder zu sagen hat. Ich danke Dir sehr für diese Freundschaft!

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  24. Liebe Nina,
    Eine wundervolle ShortStory über Freundschaften....schade, daß wir damals beim Aprilkind nicht ein klein bisschen mehr Zeit hatten zum real ein klein bisschen mehr kennenlernen :)
    Herzlichst Sandra

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  25. Aso: Glückwunsch für 3 Jahre bloggen, 3 Jahre wirklich viel Arbeit! :)

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  26. Ein großes Danke an dich .. dass du bist wie du bist ... und du da bist - selbst wenn mal nicht die Sonne scheint!
    Um es mit deinen Worten zu sagen : ich herze dich sehr!
    Steffi

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  27. Liebe Nina,

    ein wirklich rundum sehr schöner und gelungener Beitrag! ,,Es ist ein Segen nicht allein zu sein"... das ist sooo wahr, danke dafür!!

    Viele, liebe Grüße!

    Sabrina

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  28. Ach, Du! Ja, alle haben sich einsam gefühlt, das habe ich auch schon manchmal gedacht. Ich auch. Und das, obwohl ich immer entweder eine beste Freundin oder eine kleine Clique hatte - nicht eine von den coolen, sondern eher so eine kleine Ansammlung schräger Vögel. Da habe ich mich geborgen gefühlt, die waren lieb, wir hatten es gut miteinander. Und trotzdem. Ich erinnere mich noch gut, wie ich mich dieses eine, einzige Mal betrunken habe, auf einer Klassenreise, und am nächsten Tag sagte eine der ganz hippen Ladys zu mir: "Du solltest öfter trinken, dann bist du voll lustig und nett." Hab ich nie wieder gemacht. Ich war nämlich IMMER voll lustig und nett, und wer das nicht erkannt hat, ohne dass ich vorher ordentlich was in mich reintu und nachher Kopfweh habe, der hatte das dann halt nicht verdient. So. Also nee, die Schulzeit will ich nicht zurück.
    Ich hoffe oft, dass es für alle besser wird. Danach. Gesagt habe ich es schon oft zu kleinen bis mittelgroßen Menschen, es ihnen nahezu versprochen. Überlege aber seit einer Weile, ob ich diese meine Erfahrung wirklich so verallgemeinern darf. Hoffe es sehr. Vieles war auch wild und toll, aber es war viel zu oft doch so, als renne man nackt durch Feindesland, während scharf auf alles geschossen wird, was sich zu bewegen wagt.

    Ich wusste nichts von Krankheit und schweren Zeiten bei Dir, Du liest Dich so leicht und froh. Aber Du liest Dich auch nachdenklich und klug, ich mag Dich so, ohne Dich zu kennen, und das hätte mich misstrauisch machen sollen - meine Sympathie sucht sich meist zielsicher Menschen, die ziemlich genau wissen, was das Leben für ein Arschgesicht sein kann. ;) Jedenfalls lese ich sehr gern, dass bei euch wieder leichtere Zeiten sind, trotz des bösen Dachbodens, und ich freue mich doll auf Deine nächsten Artikel zu den Short Storys.

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  29. Hallo liebe Nina
    Dein post wirkt nach. Möchte gar nicht so viel dazu sagen. Vieles genau so bei mir. Wow. Aber Du kannst es so schön in Worte fassen.
    Ich mag Dich. Deinen blog. Danke, dass Du uns teilhaben lässt.
    Auch wenn ich nicht von Anfang an dabei war - seit dem Anfang drei Jahre: Herzlichen Glückwunsch! und ganz liebe Grüße,
    von Pittchen, der Trulla. Du Trulla.

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  30. Sehr treffende Worte.

    Alles Gute,
    Sylvia

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  31. Wundervoller Post liebe Nina!
    Kram,
    Maren

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  32. Meine Beste,

    was bin ich froh, dass es dieses Onlinedingens gibt, diesen Upcyclindienstag und die vielen verstrickungen, die mich irgendwann in dieses Blog geführt haben, um dann im Offlinmodus feststellen zu dürfen, dass es mit dir so herrlich unkompliziert ist, trotz liebenswert besonderer Ess- und Schlafgewohnheiten. Meine Güte, war dat schön und ich hoffe auf baldige Wiederholung eines Offlinens, in welcher Stadt auch immer wir uns treffen werden.
    Dazwischen gibt es diesen technischen Schnickschnack, wo einer hineinlabern kann und der andere lauscht und manchmal auch nur der AB knackt mit einem Sprüchlein, den man nur versteht, wenn man ihn verstehen will. Und dazwischen sind all die lieben Gedanken und das Herzgeflüster, das Plätzchen ganz tief drinnen, das Lachen und das Weinen und der Wunsch viele, viele Jahre gemeinsam zu verbringen.
    Ich schaue wehmütig auf deine großartige Portion Gelassenheit, die mir noch nicht eigen ist, es ist schön, dass du sie gerne teilst und aus jedem Gespräch mit dir nehme ich ein Stück Lebensweisheit mit und versuche es in meinem Hinterstübchen zu verankern.
    Die krankheitsbedingte Lebensveränderung, sie hat dich trotz oder gerade wegen aller Isolation zu einem Menschen gemacht, der so viel Güte und Wärme ausstrahlt, dass ich fast geneigt bin zu sagen, es hätte nicht besser kommen können. Aber das stimmt nicht, ich hätte es dir anders gewünscht.
    Jetzt aber, da es ist wie es ist, bin ich gern an deiner Seite. Ich mag die Deinen und besonders dich, weil es genau so ist wie es ist!
    Danke.
    Für deine Gedanken zum Thema Freundschaft.
    Für deine treffend gesetzten Worte.
    Für deine Tiefsinnigkeit.
    Und dafür, dass du nicht perfekt bist.
    Das nämlich würde mir ein bisschen Angst machen.

    Ich umarme dich ganz herzlich und sende liebste Grüße.
    So von Schätzeken zu Schätzeken.

    ;-)

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  33. Einsamkeit – das große Thema der Menschheit. Jeder kann dazu etwas sagen, jeder trägt sein Packerl. Manchmal kaum zu ertragen, aber immer wieder zu meistern durch wertvolle Beziehungen, egal ob kurz oder lang, fern oder nah. Wunderschön Dein Text.
    Ich drück Dich.

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  34. Liebe Nina! Ich zähle mich jetzt einfach mal zu diesen Leuten und will dir danke sagen!! Ich finde mich in deinem Text an so vielen Stellen wieder, dass es mir fast schon unheimlich ist! Du bist ein besonderer Mensch und ich freue mich dich kennen zu dürfen!!!

    Ich drück dich ganz fest!!!

    Katrin

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  35. Hach, Nina!
    Da schreibst du was. Und ich muss es wieder und wieder lesen, weil´s einfach mittenrein geht und genau dahin trifft, wo sich eben auch virtuelle Freundschaften plötzlich so echt und herzlich anfühlen, dass man dafür gar nicht genug danken kann.
    Trotzdem ganz schlicht: Danke!
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

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  36. Danke für diesen berührenden Post. Er geht mir mitten ins Herz und die Seele.
    Freundschaft, in all ihren Facetten, sucht sich ihren Weg. Und die, die wir treffen sollen, denen begegnen wir auch. Dafür bin ich sehr dankbar, immer wieder.

    Fühl dich gedrückt, liebe Nina. Wie schön es ist, Menschen wie dir zu begegnen. Auf welcher Ebene des Lebens auch immer.

    Herzlichst
    Paula

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  37. Liebe Nina,
    das berührt mich sehr - Dankeschön.
    Ich wünsche uns allen weiterhin so schöne Beiträge.
    Allerliebste Grüße
    Sabine

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  38. Hallo Nina,
    ich finde sehr treffend, was du über Freundschaften sagst: Dass sie zu bestimmten Abschnitten gehören, dass sie kommen und gehen, und dass sie bedingungslos sein sollten.
    Es ist traurig, dass du die Erfahrung machen musstest, dass sich Menschen von dir abwenden. Aber das ist leider oft so, wenn sie nicht wissen, wie man mit dem anderen umgehen soll. Aus Angst, aus Scham, aus Unverständnis. Da trennt sich dann vielleicht auch die Spreu vom Weizen, die Wahren bleiben.
    Jeder verdient Freunde und einen Halt, sei es online oder offline. Für mich klingt dein Text, als seist du mittlerweile entspannt, was die Begrifflichkeiten betrifft, und siehst "Freundschaft" nicht als heiligen Gral der Bezeichnungen für andere Menschen an. Das ist sympathisch und gesund und ich wünsche dir, dass du die Menschen, auf die du dich verlassen kannst, noch lange in deinem Leben und weiteren Abschnitten bei dir haben wirst!

    Liebe Grüße
    Julia

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