Sonntag, 3. August 2014

Short Stories #8 - Wer bist Du?

Die Fragestellung des Monats August von Bine und Andrea hallt nach. Zu den Themen im Januar und Februar flossen die Worte sofort, diesmal kreisen viele Gedanken und es wird keinen oberflächlichen Angang geben, scheint es, wohl aber den Wunsch, eine Antwort zu finden.

Wer ich bin ist die Summe meiner Teilchen?
Also bin ich die, die am liebsten schwarze Oberteile und ebensolche Schuhe trägt, deren Lieblingsfilme seit Jahrzehnten unverändert "Die Verurteilten" und "Der König der Fischer" sind und die gerne Gemüse photographiert? Die, die seit der Rechtschreibreform der deutschen Orthographie nicht mehr mächtig ist? Die nach Rezept backt und ausschließlich Freestyle kocht, Wissensspiele mag und bunte Tüten (=Gummisüßigkeitensammlungen), wenig Auto und dafür viel Zug fährt, mit ihren Kindern in Jugendherbergen Urlaub macht und leidenschaftlich Bücher liest? Die sich für gesunde Ernährung interessiert, für Nachhaltigkeit, die versucht, zu reparieren und Upcycling zu betreiben, statt dauernd neu zu kaufen und die am besten Luft bekommt, wenn die Wohnung strukturiert und ausgemistet daher kommt?

Hm. Ein bisschen schon. Aber ...

Ich bin vor allem die, die es mit Small Talk nicht hat.

Hier auf dem Blog wird sich gerne deswegen so wenig mit dem privaten Bereich beschäftigt, weil mir die Fähigkeit abgeht, mich auf das zu beschränken, was nach meinem subjektiven Empfinden einem zu 90% im Dunklen liegenden Publikum zugänglich sein sollte.

Denn wer ich bin, das weiß ich selber nicht.

Sicherlich auch im Tiefen die Summe meiner Teilchen, aber vor allem ein Mensch, der sich selbst nicht nah ist. Ich habe zwar dieselben Wünsche wie jeder, also Gesundheit und Glück, Freundschaft, Liebe, Familie, Ankommen, Gelassenheit, Qualität in dem, was mich umgibt.

Aber ich bin in keiner Hinsicht ein seßhafter Mensch. Beneidenswert ist es, wenn jemand sein Zuhause gefunden hat. Ich weiß nicht, wie das geht. Die Kinder, das schrieb ich an anderer Stelle schon einmal, haben meine Taktung verlangsamt, aber klar ist auch, sobald sie erwachsen sind, möchte ich "weiter". Wobei meine Kinder auch bezogen auf die restlichen Zeilen eine Sonderstellung genießen und ihr Wohl im Zweifelsfalle über meinem steht. So soll es auch bleiben, egal, wie alt wir sind.


"Weiter"? Ob auf der Suche nach einem Zuhause, im Genußrausch der vielen Eindrücke, ein Phantom jagend oder gar mich selbst, wer weiß das schon. Ist auch egal. Aber so lange wie jetzt an einem Ort zu sein, das passiert nicht für mich und ich merke schon lange, dass es für Nina als Person, losgelöst vom Muttersein und allen wichtigen Gründen, nicht optimal ist.

So bin ich also eine Reisende. Das umfaßt den Wohnort wie auch das Berufsleben, die Personen, die mich umgeben. Nur wenige Menschen begleiten mich schon lange. Wobei diese Freundschaften etwas Wunderbares sind. Und tatsächlich auch kein bisschen oberflächlich. Ich bin ein Mensch für Notzeiten, mehr, als für die gemeinsame Ausgelassenheit oder das Einfach-so-vor-sich-hin-Mäandern. Kontaktpflege fällt bisweilen schwer, was schade ist und keine gute Entwicklung. Aber mit dem Zustand des Herzens für jemanden nichts zu tun hat.

Ich wünsche mir Nähe und kann das, was sie auch bedeuten würde, nämlich eine Form des Innehaltens, nur schwerlich generieren.

Die wandernde Seele sehnt sich nach einer Ankunft und leidet bei Stagnation. Schwierig. Aber das bin sicher ich. Unter anderem zerrissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit, leider unnarkotisiert.

Mal schauen, was anderen so eingefallen ist, kennen die sich wohl? Und kennt Ihr Euch? Mögt Ihr Euch? Seid Ihr glücklich mit Euch? Hadert Ihr oder lebt Ihr vor Euch hin oder seid Ihr grundlegend im Einklang mit Euch? Spannendes Thema.

Seid bestens gegrüßt von Nina, 

die sich nach wie vor uneins ist, wie und ob es hier im Werkeltagebuch weitergehen soll. Meine Werkelkreativität ist irgendwie perdu. Und der Druck einer wöchentlichen Aktion (=Upcycling-Dienstag) ist zu viel geworden. Warten wir's mal ab.

Kommentare:

  1. Liebe Nina!
    Du hast wundervolle Worte gefunden für ein Motto, das mir selbst auch schwer fällt zu beantworten. (Sobald mir einfällt, wer ich bin bzw. wie ich das in Worte kleiden kann, kannst du es nachlesen.)
    Schön beschreibst du dich selbst als Reisende, bei der das Wohl ihr lieben Kinder aber an oberster Stelle steht. Ich bewundere alle Menschen, die es hinaus in die weite Welt zieht und die von Ort zu Ort weiterwandern, immer auf der Suche nach neuen Horizonten...
    Das bin ich auf jeden Fall nicht. Ich brauch meinen Heimathafen, wo ich zuhause bin. Von hier aus starte ich am liebsten in die Welt und weiß genau, was mich daheim erwartet.
    Ich würd mir auf jeden Fall wünschen, weiter von dir zu lesen (und auch zu hören und auch zu sehen)!
    Vielleicht nicht mehr wöchentlich mit dem sehr zeitaufwendingen Upcycling. Aber vielleicht findest du für dich einen Weg?!
    Ich drück dich aus der Ferne!
    Liebe Grüße!
    Frauke

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  2. Hallo du reisende Summe deiner Teilchen, sehr schön geschrieben und interessant darüber nachzudenken. Wirklich spannendes Thema, für mich zu spannend, um mir jetzt im Urlaubsmodus vernünftige Gedanken darüber machen zu können.
    Hab Dank für deine Offenheit, lass es dir gutgehen und hab eine schöne Zeit!
    Ganz lieben Gruß aus dem (eigentlich blogfreien) Urlaub.

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  3. Wer ich bin? Ich weiß es auch nicht so genau. Ich bin einfach so viel, wie wir alle. Vorallem bin ich mal so und mal so und auch mal so wie ich gar nicht sein will.
    Auf jeden Fall bin ich viel sesshafter als du. Hier zu bleiben mag ich gerne, ich bin wohl innerlich auch ein wenig faul. Freundlich ausgedrückt könnte man es auch mit österreichisch-gemütlich umschreiben.
    Daher behagt mir deine Idee den Upcycling-Thuesday in Frage zu stellen gar nicht!
    Freundschaften pflegen, das ist auch nicht so mein Ding, das würde ich gerne ändern - wie noch hunderte andere Dinge.
    Aber im großen und ganzen mag ich mich echt gern

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  4. Dafür, dass du selber nicht weißt, wer du bist, ist eine Menge zusammengekommen...;-) Sehr sympathisch. Allerdings die Kombination, sich Nähe zu wünschen und gleichzeitig Kontaktpflege schwierig zu finden, werde ich nie recht begreifen, aber damit bist du nicht allein...Ich wünsche dir Reisende auf deinen Wegen Glück und Zufriedenheit! LG Lotta.

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  5. Nina toll geschrieben!! und wieder erkenne ich mich ein Stück in Dir..komisch... vorallem die Stelle: Ich bin ein Mensch für Notzeiten, mehr, als für die gemeinsame Ausgelassenheit oder das Einfach-so-vor-sich-hin-Mäandern. Kontaktpflege fällt bisweilen schwer, was schade ist und keine gute Entwicklung. Aber mit dem Zustand des Herzens für jemanden nichts zu tun hat." unterschreibe ich 10000000% bei mir.. ich bin ein sehr sozialer Mensch..aber ich hänge nicht gerne am Telefon..noch schreibe ich Emails ... noch verabrede ich mich zum Kaffeetrinken... nicht das es jetzt so rüber kommt, dass ich ein Einsiedler bin..gar nicht..aber ich brauch das nicht..ständige Kontaktpflege..ich bin da wenn man mich braucht und das zu 10000% und dazwischen zisch ich mal da und dort und bleib nicht lange... ich drück dich..liebe Grüße emma

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  6. ein sehr schöner, persönlicher und nachdenklicher beitrag, wie ich finde!
    ich selbst erkenne mich an vielen stellen wieder und obwohl ich mich "angekommen" fühle und dieses gefühl sehr zu schätzen weiß, bleibt diese diffuse "innere unruhe" vermutlich ein leben lang.
    sonnigen gruß!
    stefanie

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  7. Du bist außerdem ein ganz großartiger Mensch, eine wunderbare Mutter und mir vor vielen Jahren schon tief ins Herz gewachsen. Das ist ein bisschen so, wie mit den verbliebenen Wurzeln unserer abgeholzten Pappel. Die große Pappeln sieht man zwar nicht mehr, aber die Wurzeln bleiben für immer lebendig im Boden und treiben an allen möglichen Stellen permanent neu aus. So zählt man alle 2 Wochen 50+ frische Pappeltriebe auf unserer Pappelwaldwiese. Wir freuen uns immer sehr...
    Aber eine Frage würde mich dann doch auch interessieren: Wo bist Du? Gab es da nicht Pläne? ;-)
    Es grüßt Dich (ohne Druck auszuüben) Deine Freundin aus dem Drachenland
    (Hier is übrigens voll schön, vor allem JETZT im Sommer. Drachentechnisch ist gleich um die Ecke auf so nem Felsen auch ordentlich was geboten. Toll für kleine Entdecker und zukünftige Weltenlenker. Wie gesagt ganz ohne Druck ;-)

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  8. Liebe Nina,
    freu mich, über den Menschen hinter dem Blog mehr zu erfahren! Und ich vermisse den Upcycling-Dienstag, immer wieder klicke ich am Dienstag zu Dir, fast schön Ritual geworden und einen Upcycling-Post von mir gibt es auch immer nur am Dienstag :-)
    Ich mag liebgewonnene Gewohnheiten und Rituale....
    Liebe Grüße und bis bald,
    Kebo

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  9. Interessante Einblicke! Ich glaube ich bin in vielem das glatte Gegenteil von dir. Ich bleibe gerne am selben Ort, selbst in den Urlaub fahren wir oft an die selbe Stelle in Dänemark. Schon der Gedanke an einen Aufbruch ins Ungewisse treibt mir die Gänsehaut über den Rücken. Mir bleibt nur die Freiheit im Kopf ;o)
    Das du am Upcycling Dienstag müde geworden bist kann ich gut verstehen! Auch wenn es schade um die schöne Aktion wäre.
    Liebe Grüße
    Jennifer

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  10. ein wirklich spannendes thema das mich nach deinen zeilen sehr bewegt... aber beantworten könnte ich nicht wer ich bin.
    ich kann mich sehr mit deiner beschreibung der reisenden identifizieren, da ich das aber wenig kann, bin ich wohl eher eine gefangene ...
    ein wunderschönes foto und sehr passend mit dem schmetterling ;-)
    herzlichste sommergrüße & wünsche an dich ;-)
    amy

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  11. Hallo, mein Hase! Ein interessanter Einblick in deine Tiefen. Was man über sich selber denkt wird ja eher selten besprochen. Ich werde mich dem Thema auch noch widmen. Drück dich und freue mich auf gemeinsamen Kaffee- wohl eher nach den Ferien. Die sind aber auch kurz...
    Knutschi, BuxSen

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  12. Wie Frau S. schon sagt: Du bist ein wundervoller Mensch, eine tolle Freundin und für Zwischenmenschliche-Freundschaftssachen eine absolute Granate. Ich bin sehr dankbar, dass ich dich übers Werkeltagebuch vor allem persönlich kennen lernen durfte.
    NIchtsdestotrotz weiß ich ja zu gut wie es aber ist nicht bei sich zu sein. Drück die Daumen für dich, dass du da schnell Erfolge sammelst und weniger das Gefühl hast auf der Stelle zu treten. Drück dich an mein Herz!

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  13. Hallo, mein Schätzeken,
    Hut ab davor, dass du dich dran gemacht hast, diese Frage zu beantworten ;o), ich denke ich könnte das nicht , meine Gedanken würden wandern und wandern und wandern und tja... ;o)....Da fällt es mir doch wesentlich leichter ( und ich brauche da auch überhaupt nicht zu überlegen, weil ich es einfach weiß ;o) ♥) Das du ein wundervoller Mensch bist und das es eine absolute Berreicherung und Freude und Glück ist, dass ich dich auf " meiner Reise " kennen lernen durfte, welch´weltklasse Geschenk ;o)! Ich drücke dich, deine Petie ♥

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  14. Super interessant - die Beschreibung Deines Ich`s und die Antworten. Da geht man schon in sich. Ich habe das Problem damit sich öffentlich über sich selbst zu äußern. Aber ein sehr interessantes Bloggerthema.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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  15. ein sehr persönlicher Beitrag, offen und ehrlich - Respekt dafür

    und was das Upcycling angeht:
    wenn es wöchentlich zu viel wird - was ich verstehen kann - wie wäre es mit einem monatlichen Upcycling-Thema?
    nur mal so ins Unreine gedacht

    lieben Gruß
    Uta

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  16. Liebste Nina,
    da ist so vieles drin, was ich unterschreiben mag, wenn ich auch die Reiselust nicht wirklich teile. Ich möchte gerne wo bleiben dürfen, wo es mir so richtig gut gefällt, einen sicherern Hafen haben, von dem aus ich mich auch woanders umschauen, aber immer wieder heimkehren kann.
    Aber eine Sache unterschreibe cih gleich:
    "Ich bin ein Mensch für Notzeiten, mehr, als für die gemeinsame Ausgelassenheit oder das Einfach-so-vor-sich-hin-Mäandern. Kontaktpflege fällt bisweilen schwer, was schade ist und keine gute Entwicklung. Aber mit dem Zustand des Herzens für jemanden nichts zu tun hat."
    So ist das. Danke fürs mehrmals versuchen, ich hab das im Herzen. Dich auch. Alles andere ist grade schwierig.

    Herzlich, Katja

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  17. Hmmm - manchmal wir mir ein bisschen bange, wenn ich in mich hineinschaue und mich suche/finde/sehe ... denn eigentlich bin ich gefühlsmäßig total im Aufbruch. Mal wieder. Aber ich habe einen Lebenspartner der extrem Heimatverwurzelt ist. Aber jetzt, wo Tochter flügge ist und in die Welt aufbricht (sie ist da eher wie ich) kribbelt es mich innerlich wieder imso mehr. Ich will auch. Was Neues. Was Anderes. Ich hab dazu noch keine Lösung gefunden wie ich das umsetzen kann. Ich will keine Beziehungen aufs Spiel setzen - aber irgendwann bin ich auch mal wieder dran. Es gibt noch so viel zu sehen und zu erleben in der Welt ... da muss ich hin!
    Ihr seht also - auch in "gesetzerem" Alter gibt es noch Horizonte, die erreicht werden wollen. :D
    Herzlichst
    vonKarin

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  18. hallöchen, ich bin`s nochmal kurz ;0)
    habe heute einen blog entdeckt, könnte dir auch gefallen
    ich finde es jedenfalls lesenwert
    http://ow.ly/zVPKS

    dieses mal liebste grüße!
    stefanie


    diesesmal liebste grüße!
    stefanie

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  19. Liebe Nina, was immer wird aus dem Bloggen( nicht so wichtig, oder?) und dem Werkeln und regelmäßigen Upcyclen- eines T U , egal ob für Dich, für uns, im Buch, im Blog, gedruckt oder Schönschrift-gepinselt:
    SCHREIB!!
    Wie viele versuchen bloggend Weisheiten zu versprühen und tiefsinnig daherzukommen. Du hast eine Feder, eine Sprache, die kommt aus liebem Herzen, nimmt den Weg über den Verstand und ist aufs köstliche gewürzt mit Humor und einer scheinbaren Leichtigkeit, die über die Tiefen, die Du auslotest dahinzutanzen scheint. Es ist ein Genuß, zu lesen bei Dir. Danke. Ganz abgesehen davon, dass ich kurz dachte: ist sie denn ich??( nur jünger. Und Schreibkünstlerischer:))
    Sei soo fest gedrückt und ...SCHREIB!
    Herzlichst
    Lisa

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  20. Ich glaub, ich mag dich so wie du bist ;-) Und wer bin ich? Seit Jahren "auf dem Weg zu mir"... Ich muss Lisa Recht geben. Dein Schreiben würde mir fehlen..., Upcycling-Dienstag auch, aber den könnte ich mir auch in einem monatlichen Turnus vorstellen... - Grüße aus Bullerbü Ghislana

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  21. Wer bin ich? Die Antwort dieser Frage gleicht für mich einer Lebensaufgabe. Du hast diese Aufgabe bei den Hörnern gepackt und ziemlich meisterlich bewerkstelligt.
    Ich freue mich, dass ich dich begleiten darf ... egal wann und wo.
    Ich schicke dir eine dicke Umarmung und melde mich später,
    Steffi

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  22. Das du zu diesem Thema etwas geschrieben hast, bewundere ich sehr. Und du hast gute Worte getroffen! Worte die zum weiternachdenken anregen und Worte die dich näher bringen ohne zuviel zu verraten.
    Ich bin dir zwar sehr ähnlich was die Notzeiten-Freundin angeht, aber in einem anderen Punkt bin ich meistens ganz gut und deswegen werde ich dich hiermit nochmal ganz ohne Druck aber mit ganz viel Liebe dran erinnern, dass ich euch gerne ganz bald am Bahnhof abhole...für egal wie lang es dich dann bei mir hält ;)

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  23. Schön, das hier von dir zu lesen!
    Das mit der Kontaktpflege kann ich voll nachvollziehen, das mit dem Reisen nicht so. Ich hab mich immer eher für ortsverbunden gehalten, bis ich gemeinsam mit meiner Therapeutin vor gut einem Jahr alle meine Wurzeln ausgerissen habe, seither strudelt's mich irgendwie durchs Leben und ich habe noch keinen neuen Anker gefunden, von Glücklichsein ganz zu schweigen.
    Ein wöchentlicher Blogfixtermin mit Ergebnisverpflichtung würde ich mich auch viel zu sehr stressen, ich kann gut verstehen, dass du das nicht ewig machen möchtest. Vielleicht kannst du auch auf Instagram teilen, was du wie weitermachst - ich kriege es meistens nicht auf die Reihe, Blogs zu lesen (bin auch heute nur von IG hier rübergekommen).
    Liebe Grüße
    Anneliese

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  24. Allerliebste Nina,

    du bist einfach großartig! So wunderbar authentisch und uneitel!
    Vielen Dank, dass wir soviel über dich erfahren durften.

    Auch ich bin eine Reisende, allerdings bin ich erst acht Mal umgezogen, aber was das Berufsleben und die Personen, die mich umgeben, anbetrifft, geht es mir ganz ähnlich wie dir.

    „Die wandernde Seele sehnt sich nach einer Ankunft und leidet bei Stagnation.“ Genau!
    Und doch werde ich als ausgeglichen und in mir ruhend wahrgenommen und fühle mich auch oft so, aber oft halt auch nicht!

    Eigentlich hatte ich heute bei dir reingeschaut, weil ich wissen wollte, wann mein allerliebster Lieblings-Upcycling-Dienstag endlich weitergeht. Ich vermisse ihn so! Und dich und all die anderen wunderbaren UpcyclerInnen. Dein Blog war einer der ersten, die ich überhaupt gelesen habe und hier habe ich einige meiner Lieblingsblogs entdeckt und so viele tolle Ideen, die so gar nicht „Mainstream“ sind und gerade deshalb so wunderbar.

    Ich verstehe, dass dir der Upcycling-Dienstag, so wie er bisher war zu viel ist, aber vielleicht könntest du dir eine wöchentliche oder monatliche Linkparty vorstellen, bei der die Fotos direkt angezeigt werden, so dass du keine Arbeit damit hast? Und die wöchentliche Upcycling-Idee lässt du Gastblogger machen?

    Letztendlich sollst du ja nichts machen, was du nur anderen zuliebe tust, sondern das was dein Herz dir sagt. Ich verharre jetzt einfach mal und hoffe, dass es sagt: Mach weiter! ;-)

    Allerliebste Grüße
    Biggi

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  25. Sehr ehrlich und toll geschrieben.
    Danke, dass Du mitgemacht hast und Deine Gedanken
    und Gefühle in Worte veröffentlicht hast!
    LG Bine

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